Achternmeer „De Groode Döör“ hat wieder einen neuen Standort. Seit dem 24. November steht sie in der Straße „Achtern Busch“ in Achternmeer und öffnet den Blick für das einzige im Originalzustand erhaltene Rauchhaus im Weser-Ems-Gebiet, das „Rauchhaus Wille“.

Das Große-Tür-Projekt, das erstmals zum Cityfest 2019 zum Einsatz kam, soll den Blick für besondere Orte in der Gemeinde Wardenburg öffnen und dazu einladen, vermeintlich gewöhnliche Ecken neu für sich zu entdecken.

Den Anstoß für den neuen Standort lieferte Vera Beenken vom Bürgerverein Achternmeer-Harbern I; sie findet: „Das Rauchhaus mit seinem besonderen Charme ist einer der schönsten Plätze in Achternmeer. Außerdem ist es auch wegen seiner besonderen Geschichte ein fester Bestandteil unseres Ortes“.

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Das Rauchhaus Wille wird von Heike Herks, Enkelin der letzten Bewohnerin Emma Wille, als Museum betrieben. „Über die Anfrage des Bürgervereins habe ich mich riesig gefreut. Toll, dass die große Tür nun für einige Zeit bei uns zu Gast ist“, sagt Heike Herks. Insbesondere in einer Zeit, in der keine Gäste empfangen werden können, sei es schön, wenn das Rauchhaus im Blick behalten werde.

Auch viele Jahre, nachdem die Räucherei ihren Betrieb eingestellt hat, hängt noch immer ein intensiver Geruch von verkohltem Torf in der Luft. Die Holzbalken im Innern des Hauses sind schwarz, hier ließen die Bauern der Umgebung bereits seit 1836 ihre Wurst- und Fleischwaren räuchern und damit haltbar ma-chen.

Seit 1972 steht das Haus unter Denkmalschutz und als 1999 die letzte Bewohnerin das Haus verließ, stellte sich für die nächste Generation die Frage, wie der historische Bau genutzt werden soll. Beim Blick auf die alten Möbel, die jahrzehntealten Zeitungen und das historische Kinderspielzeug reifte der Entschluss, das Haus in ein Museum zu verwandeln. Im Mai 2001 öffnete es erstmals.

Zum Reiz des Rauchhauses gehört auch, dass alles noch genauso wirkt, als würde es wie vor einhundert Jahren bewohnt sein. Besucher verblüfft regelmäßig die kleine Kammer, in der einst eine fünfköpfige Familie schlief und die spartanische Ausstattung der „guten Stube“.

In Zeiten ohne Kontaktbeschränkungen wird das Rauchhaus auch als standesamtlicher Trauort genutzt. Hierfür ist sowohl eine Absprache mit dem Standesamt Wardenburg (Tel. 04407/73-101) als auch mit dem Museum (Tel.: 04407/14 55) erforderlich.

Wer Anregungen für einen weiteren Standort der Grooden Döör hat, wendet sich an den Kulturbeauftragten, Hendrik Müller (  04407/73-116).

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