WILDESHAUSEN Der Bürger- und Geschichtsverein Wildeshausen will sich stärker in die Debatte um ein Urgeschichtliches Zentrum in der Kreisstadt einbringen. Darüber zeigten sich die anwesenden Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung am Montagabend in der Gaststätte Wolters einig. Die Vorsitzenden Ernst-August Kolhoff und Bernd Oeljeschläger forderten mehr Realitätssinn in der Debatte. Noch in diesem Jahr soll eine Exkursion ins niederländische Borga durchgeführt werden, wo auf privater Initiative ein vergleichbares Museum entstanden sei.

Den vorliegenden Entwurf für eine archäologische Freilichtanlage in der Nähe des Pestruper Gräberfeldes oder der Großen Steine von Kleinenkneten werde der Bürger- und Geschichtsverein nicht unterstützen. „Träume allein reichen nicht“, sagte Kolhoff. Er wies darauf hin, dass so ein Projekt auch durch Privatinitiativen getragen werden müsse. Oeljeschläger: „Wir wollen kein Groschengrab.“ Grundsätzlich gegen ein Urzeit-Zentrum in der Nähe des Gräberfeldes oder der Großen Steine sprach sich Wanderwart Peter Hahn aus: „Das gehört dort einfach nicht hin.“

In seinem Jahresbericht wies Oeljeschläger auf zahlreiche Aktivitäten im vergangenen Jahr hin. Zu den Höhepunkten gehörten die Teilnahme am „Tag des offenen Denkmals“ sowie die Ausrichtung der 5. Regionalkonferenz der Heimat-, Kultur- und Geschichtsvereine in Wildeshausen. Dem Verein gehörten Ende 2007 genau 203 Mitglieder an – drei weniger als zu Jahresbeginn. Die Jahresbilanz wurde mit einem Minus von 1077 Euro abgeschlossen, was Kassenwart Herbert Wappler mit der unterschiedlichen Erscheinungsweise und Abrechnung der Bände für Heimat, Geschichte & Kultur begründete. Die Kassenprüfer Arnold Lehmkuhl und Evelyn Goosmann bestätigten eine einwandfreie Kassenführung und beantragten die Entlastung des Vorstandes. Diesem gehören nun neun Mitglieder an. Einstimmig wurde Werner Kuck als Beisitzer hinzugewählt. Ludger Kramer tritt die Nachfolge von Arnold Lehmkuhl als Kassenprüfer an.

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Ausdrücklich würdigte Oeljeschläger die Kärrnerarbeit von Eva-Maria Ameskamp und Heinz-Joachim Kunz, die unter anderem das umfangreiche Archiv von Heinrich Aufderheide ins EDV-System übertragen. Oeljeschläger: „An dieser Dokumentation werden uns spätere Generationen messen.“ Auch für das Bundeswehrarchiv finde derzeit eine Bestandsaufnahme statt. In dem nächsten Band der Schriftenreihe, der „noch vor Weihnachten“ erscheinen soll, seien unter anderem Beiträge von Karsten Grashorn zur NS-Zeit in Dötlingen sowie Werner Stommel über den Organisten und Komponisten Johann Adam Reincken (1643–1722) geplant.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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