Zwitschernde Vögel und klimperndes Hartgeld – passt das zusammen? „Ja“, sagen die Vogelfreunde Ganderkesee. Am Sonntag veranstalteten sie zum fünften Mal einen „Vogelmarkt“ im Schützenhof. Viele Züchter, so erklärten die Organisatoren Wolfgang Werft und Erich Hartmann, wollten in diesen Wochen ihre Käfige frei machen für die neue Zucht. Da mache es Sinn, eine Möglichkeit zum Verkauf der nicht benötigten Tiere anzubieten. Geschätzt werde dieses Angebot beileibe nicht nur von Züchtern aus Ganderkesee. So kämen Tierfreunde aus Oldenburg und Bremen, aus Cloppenburg oder Syke, um in Ganderkesee Vögel zu kaufen, zu verkaufen oder zu tauschen. Die Preise seien sehr moderat, versicherten Werft und Hartmann. Einer der jüngsten unter den mehr als 20 Anbietern am Sonntag war das zugleich jüngste Vereinsmitglied der Vogelfreunde: Simon Rieger. Zehn gelbe Kanarienvögel habe er verkauft, jeweils für etwa 15 Euro, berichtete der Zehnjährige. Also eine willkommene Aufbesserung des Taschengeldes? Simon schüttelte den Kopf: Das sei nur bedingt der Fall. Ein Großteil des Erlöses „geht wieder ins Futter“. Seit drei Jahren züchtet er, „das macht einfach Spaß“.

Dass ihnen ihr Einsatz Spaß bereitet, das war am Sonnabend auch den Helferinnen bei der Kinderkirche in Schönemoor anzumerken. Frühmorgens hatte Kreisjugenddiakonin Beate Schulte noch gezweifelt: Würden bei minus neun Grad überhaupt Kinder kommen? Spätestens um 10 Uhr waren diese Zweifel zerstreut: Acht Mädchen und zwei Jungen im Grundschulalter schauten in der Katharinenkirche gebannt zu, wie Beate Schulte, Anke Paradies sowie die jungen ehrenamtlichen Helferinnen Milena Paradies, Marieken Molde und Daniela Berner den Auszug aus Ägypten nachspielten – und reihten sich anschließend in einen Tanz nach orientalischen Klängen ein. Einmal im Monat findet die Kinderkirche in Schönemoor statt. Meistens kämen etwa zehn kleine Teilnehmer, „manchmal ein paar mehr“, wie Schulte berichtete. Treffpunkt ist zunächst die Kirche, anschließend wird zum jeweiligen Thema des Treffens im Gemeindehaus gebastelt, gesungen, getanzt, gespielt, gelesen. Das war auch am Sonnabend so: „Von der Freude über die Freiheit“ war der Vormittag überschrieben, die Musik sollte eine große Rolle spielen. Da lag es nahe, selbst zu musizieren – etwa mit kleinen Fingertrommeln und Schellenarmbändern, die mit einigem Geschick im Gemeindehaus entstanden. Die nächste Kinderkirche kündigte Beate Schulte für Sonnabend, 22. Februar, 10 Uhr, an. Das Thema dann: „Suchet Gott, so werdet ihr leben“.

Silber hatte der stellvertretende Kreisbrandmeister Gerd Wiechmann im Gepäck, als er am Freitagabend zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ganderkesee kam. Genauer: zwei silberne Ehrennadeln des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes. Mit diesen Abzeichen sowie Urkunden würdigte Wiechmann den langjährigen Einsatz der Feuerwehrmitglieder Detmar Köhler und Heinz Melms. Köhler erhielt an diesem Abend noch eine zweite Urkunde – da er aus dem aktiven Dienst in die Seniorenabteilung wechselte. Der Ganderkeseer, so wunderte sich Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas beim Blick auf Köhlers Feuerwehr-Vita, habe sogar Koch-Lehrgänge absolviert. Was Ortsbrandmeister Rolf Meyer schnell erklären konnte: Köhler sei im damaligen Verpflegungszug aktiv gewesen.

Während die Feuerwehr in ihrem Domizil an der Urneburger Straße tagte, fand zeitgleich in Schönemoor eine weitere Jahreshauptversammlung statt – die des Schützenvereins. Dabei hatte Vorsitzender Torben Spille viele Hände zu schütteln – schließlich standen auch Beförderungen auf dem Programm. Folgende Mitglieder rückten auf: Günter Meyer, Wolfgang Timmermann (beide Oberleutnant), Anke Kruse (Leutnant), Nils Spille, Christian Spille, Markus Runge, Mike Richter, Markus Horn (alle Ober-Gruppenführer), Rolf Tschampel, Gerhard Vogt, Sonja Spille (alle Gruppenführer), Wilfried Alrutz und Rita Alrutz (beide Oberschütze). Bei der Versammlung wurden auch die Jahressieger geehrt. Dies sind: Raimund Lossie (Altersschützen), Torben Spille (Herren und Herren-Freihand), Anke Kruse (Damen), René Ehlers (Jugend) sowie Kathrin Guttmann (Damen-Freihand).

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