Sorgfältig fischt Kerstin Stamereilers Steine vom Dressurplatz. In wenigen Minuten sollen dort wieder Prüfungen stattfinden. Seit sieben Jahren engagiert sich die Wardenburgerin ehrenamtlich für den RV Höven. „Ich mache das sehr gerne, man kennt sich und hat viel Spaß zusammen“, sagt sie und schnappt sich eine Harke, um den Sand für die Dressurplätze herzurichten. Nicht nur für die Prüfungsflächen sind sie und ihre zwei Kolleginnen verantwortlich, sondern „wir müssen immer den Rundumblick behalten, dafür sorgen, dass die Prüfungen rechtzeitig anfangen, ein Auge darauf haben, ob die Plätze in Ordnung sind, dort keine Gegenstände herumliegen oder Leute zu dicht am Platz herumlaufen.“ Vor und nach dem Turnier baut ihr Team die Plätze auf und ab. Für Stamer-eilers steht fest: „Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei.“

Papier, Stifte, Computer und eine volle Hütte: Das ist der Arbeitsplatz für die vier Frauen der Meldestelle. Hier läuft alles zusammen: Ergebnisse, Meldelisten und Startberechtigungen. „Das ist gewissermaßen die Schaltzentrale für alles“, sagt Anja Reckemeyer aus Wardenburg. Seit zehn Jahren hilft sie dem RV Höven ehrenamtlich beim Verwalten der Ergebnisse. „Das ist selbstverständlich, denn ohne Helfer kann so ein Turnier nicht funktionieren“, sagt sie und erinnert sich noch an die Zeiten ohne Computer und Internet. „Damals hatten wir Unmengen an Listen hier liegen und mussten jeden Zettel einzeln ausfüllen“, sagt Reckemeyer. Nebenan kümmert sich Kollegin Maren Lücken um die Ergebnisliste einer Dressurprüfung, die eine Protokollantin eingereicht hat. Auch für die Preisgeldauszahlung ist die Meldestelle zuständig. Damit alle fit bleiben, arbeiten die Frauen im Schichtbetrieb.

Neben den Dressur- und Sprungplätzen stehen mehrere weiße Häuschen – darin sitzen die Punktrichter. Einer von ihnen ist Werner Tapken. Seit sechs Jahren ist er „Schiedsrichter“ bei Reitturnieren. Die Faszination für Pferde hat ihn aber schon früher gepackt. „Ich habe vor meiner Zeit als Richter beim Auf- und Abbau mitgeholfen. Um Richter zu werden, musste ich zwei Jahre lang zu Turnieren mitfahren, mir alles anschauen und eine Richterprüfung ablegen“, erklärt er. Je höher die Prüfungsklasse ist, desto höher muss die Qualifikation eines Richters sein. Ab Klasse M sitzen drei Richter mit je einem Protokollführer in je einem Häuschen. Darunter sind es zwei Richter und ein Protokollant in einem Häuschen. „Man muss sich immer fortbilden“, sagt Tapken. Für ihn soll es auch in den kommenden Jahren weitergehen. „Solange ich Spaß habe, spricht nichts dagegen.“

Zum Aufwärmen kurz vor den Prüfungen treffen sich die Reiter auf einer Fläche abseits des Prüfungsgeländes – den Abreiteplatz. Damit die Sportler wissen, wer wann zur Prüfung darf, ruft Diana Burmeister aus Hude rechtzeitig auf und notiert alles sorgfältig auf einer Tafel. „Es macht Spaß, den Reitern zuzusehen, man lernt viele Menschen kennen“, sagt sie. Seit drei Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich für den RV Höven.

Knapp 70 Helfer engagieren sich ehrenamtlich für den RV Höven. Seit diesem Jahr ist Jens Brinkmann mit für die Turnierorganisation und die Helfereinteilung zuständig. Weitere Personen kümmern sich um die Parcourshelfer-Einteilung, den Dressur- und den Cateringbereich.

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