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Gemeinde Hatten Beerdigungen unterliegen in Zeiten der Corona-Epidemie besonderen Auflagen. NWZ-Leser Reinhard Seitz aus Hatterwüsting berichtet über die zum Teil beklemmenden Eindrücke, die er in dieser Woche als Mitglied der Jagdhornbläsergruppe Dingstede bei der Beisetzung eines Jägers gemacht hat:

„Der Eingang wurde nur gewährt, wenn man sich vor dem Betreten des Friedhofes einer Kontrolle unterzog. Maximal 15 Personen durften an das Grab – also nur die engste Familie.

Gruppen mit mehr als zehn Personen wurden grundsätzlich vom anwesenden Ordnungsamt untersagt. Alle Trauergäste mussten sich zur Nachverfolgung bei einer potenziellen Corona-Erkrankung mit ihrem Namen und der Anschrift in eine Liste eintragen – ein Kondolenzbuch mit besonderer Bedeutung sozusagen. Die Trauerfeier wurde über große Lautsprecher übertragen, so dass man auch von mehr als 100 Meter Entfernung mithören konnte.

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Nach der Beisetzung durften alle Gruppen nach und nach an das Grab. Wir Bläser standen auf Anweisung des Ordnungsamtes etwa 40 Meter entfernt an einer Hecke. Die Familie ging ohne Händeschütteln sofort nach der Beisetzung zu ihren Autos.

Angesichts der Pandemie eine zusätzliche Belastung für alle Anwesenden: Es fehlte die sonst übliche Nähe zum Verstorbenen und vor allem den Angehörigen – eine Beisetzung von der Ferne aus betrachtet. Was ich als viel schlimmer empfand, die Familie könnte nicht von Mittrauernden umrahmt werden. Sie stand alleine da, wie bei einer „Aufführung“, auf dem Präsentierteller für alle in ihrer Trauer sichtbar. Es war eine evangelische Trauerfeier – eine sehr gute Ansprache, aber wie schon gesagt, die Umstände wird wohl niemand der Anwesenden jemals vergessen.“

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