Beste Bedingungen geboten hat das Wochenende all jenen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs waren. Letzteres galt für die Dorfgemeinschaft Bookhorn, die nach drei Jahren Pause ihre traditionelle Radtour wiederbelebt hatte: Gut 25 Männer und Frauen traten am Sonnabend von der Bookhorner Schule aus gemeinschaftlich in die Pedale. Am Rande des Hasbruchs ging es über Nordenholz und Vielstedt nach Steinkimmen. Im Motorrad- und Motorenmuseum von Fritz Bleckwehl legten die Radler eine Pause ein, um sich die ausgestellten Schätzchen anzusehen und sich mit einem Stück Kuchen zu stärken. Vorsitzender Carsten Busch freute sich über die Resonanz der nach drei Jahren Pause wieder aufgelegten Tour. Am Abend stießen sogar noch weitere Dorfbewohner hinzu, als im Garten von Familie Hoffmann in Bookhorn gemeinsam gegrillt und Fußball geschaut wurde. Die nächste größere Zusammenkunft ist für den 9. August geplant: Dann feiert die Dorfgemeinschaft im Apfelgarten ihr Sommerfest.

Für Radtouren bestens gerüstet ist seit Sonnabend auch der neunjährige Ole. Er zählte zu den zahlreichen Besuchern der Fahrradbörse, die der Förderverein der Oberschule Ganderkesee anbot. Vorsitzende Else Löw und ihr Team hatten am Nachmittag zunächst rund 30 Räder und einige Kinderfahrzeuge angenommen. Eine Stunde später durften dann mögliche Interessenten stöbern und probefahren. „Test bestanden“, befand Ole nach der Fahrt auf einem stahlblauen Jungenrad – dessen neuer Besitzer er nun ist. Wer wie Ole bei der Börse fündig wurde, konnte sein Rad vor Ort direkt von der Polizei codieren lassen, um es gegen Diebstahl zu schützen. Und nicht nur das: Die Beamten Sebastian Nitsch und Manfred Rautenberg hatten gleich auch noch eine Menge zusätzlicher Tipps parat, wie die Fahrradbesitzer ihre Neuerwerbungen optimal gegen Langfinger sichern. Der Erlös der gut besuchten Fahrradbörse – zehn Prozent vom erzielten Verkaufspreis – soll laut Else Löw in die Anschaffung von Jonglierkästen für die Oberschule fließen.

Das Finale im Er- und Sie-Schießen des Schützenkreises Delmenhorst und Umgebung, dem auch Ganderkeseer Vereine angehören, fand jetzt beim Schützenverein Delmenhorst statt. Wie Schützenkreis-Pressewart Hans Hermann Künster berichtet, hatten neun Vereine mit 67 Paaren am Vorkampf teilgenommen. Geschossen wurde in den Disziplinen Luftgewehr und Kleinkaliber. Die jeweils 25 besten Paare wurden nun nach Delmenhorst eingeladen. Im Kleinkaliber-Schießen sicherten sich Dennis und André Düßmann vom SV Bergedorf den Sieg. Am Luftgewehr errangen Sylvia und Kay Künster vom SV Neuendeel den ersten Platz, gefolgt von Dörte und Manfred Heiden (Delmenhorst) sowie auf Rang drei Gerrit und Tanja Steffen (Bergedorf). Den vierten Platz, der ebenfalls noch mit einem Pokal ausgezeichnet wurde, erzielten Inge und Uta Noster (Ganderkesee), die es auch im Kleinkaliber-Schießen aufs Treppchen schafften. Hier errangen sie Platz zwei vor Udo und Reingard Einemann (Ganderkesee) sowie Hans-Hermann und Irmtraut Düßmann (Bergedorf), die Vierte wurden.

Allen Grund zum Feiern hatte auch Norbert Lach, Pfarrer der kath. Gemeinden St. Hedwig in Ganderkesee und St. Bernhard in Bookholzberg. Er wurde vor 25 Jahren zum Priester geweiht (die NWZ  berichtete), was am Sonntag in der St. Hedwig-Kirche mit einem Gottesdienst im Kreise von Freunden, Kollegen und Gemeindemitgliedern gefeiert wurde. Im Anschluss gab es noch eine Begegnung im Gemeindehaus und am Abend eine lange Feier in einem Festzelt. Auch Vertreter der ev.-luth. und der orthodoxen Gemeinden waren zu Gast. „Wir pflegen hier eine sehr gute Ökumene“, sagte Lach. Die Predigt vor den 250 Gästen hielt Pfarrer Kai Thomalla aus Hattingen, ein Studienfreund Lachs. „Wir kennen uns seit mehr als 30 Jahren, und er hat viel darüber gesprochen, was sich in dieser Zeit in der Kirche verändert hat“, berichtet Lach. Besonders habe ihn gefreut, mit welcher Freude die Gemeinderäte der Gemeinden St. Bernhard und St. Hedwig die Feier gestaltet hätten. Im Vorfeld hatte Lach dazu aufgerufen, auf persönliche Geschenke an ihn zu verzichten. Stattdessen bat er um Spenden für die Organisation „Stern der Hoffnung“, die sich um AIDS-Kranke, Drogenabhängige und Hungernde in Afrika und Südamerika kümmert. „Und gespendet wurde reichlich“, berichtete Lach.

Nicht um Spenden, sondern um Einnahmen fürs Taschengeldkonto ging es hingegen am Sonnabend beim Kinder-Flohmarkt an der Grundschule Dürerstraße. Eingeladen hatte der Förderverein der Schule, um den Familien eine Möglichkeit zu geben, nicht mehr benötigte Spielzeuge und Kinderkleider zu verkaufen oder günstig an „neue“ Dinge zu kommen. Nicht nur auf den zahllosen Decken, die auf dem Schulhof als Flohmarkstände dienten, sondern auch dazwischen war eine Menge los: Bei bestem Frühlingswetter dürften die kleinen Verkäufer allerlei eingenommen haben.

Über ein volles Haus freute sich am Sonntagnachmittag auch Marco Bardeck, Leiter der Strings-Musikschule in Bookholzberg. Die hatte erstmals zu einem großen Schülerkonzert ins „Schwarze Ross“ eingeladen – und damit offenbar einen Nerv getroffen. Die 80 Plätze, die Gastronom Gunnar Strümpler für das Konzert eingedeckt hatten, waren komplett belegt. Insgesamt 50 junge Musiker präsentierten ihr Können auf diversen Instrumenten und in unterschiedlichen musikalischen Genres. Und nicht nur die Schüler griffen in die Tasten und Saiten – auch die Dozenten der Musikschule machten Stimmung. Den Auftakt des Konzert gestalteten sie mit Marius Müller-Westernhagens „Steh auf“, bevor Bardeck zusammen mit seinen Schülern Florian und Justin als Schlagzeug-Trio den Saal rockte. Schwer fiel es den Dreien nicht, das Publikum zum Mitklatschen zu bewegen: Spätestens ab der Mitte ihrer Darbietungen war keine Hand mehr an der Kaffeetasse.


NWZ TV   zeigt einen Beitrag zum Schülerkonzert unter   www..nwz.tv/oldenburg-land 
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