Neunundneunzig Luftballons waren es zwar nicht, aber immerhin ein gutes Dutzend in knallbunten Farben hatten die Organisatoren des Bookholzberger Frühjahrsmarktes zur Eröffnung am Sonntagmittag besorgt und der Bürgermeisterin in die Hand gedrückt. Alice Gerken-Klaas hatte indes nicht mit den heftigen „Fallwinden“ aus Richtung Friedensweg gerechnet: Als sie und die zum Start hinzugebetenen Kinder losließen, schoss das Ballonbündel nahezu waagerecht übers Pflaster und blieb im nächstbesten Baum hängen. Bevor irgendjemand auf die Idee kommen konnte, diesen Fehlstart als schlechtes Omen für die Premieren-Veranstaltung zu werten, leistete der Wind aber ganze Arbeit und riss die bunte Traube doch noch aus den Zweigen und gen Himmel.

Im siebten Himmel schweben vermutlich Neele Buurman und Heinke Blankemeyer: Das junge Paar fiebert seiner Trauung am 23. Juni in Hude entgegen. Beide stammen aus Bergedorf, weshalb dort am 1. Mai auch Hochzeitsbitter aus dem Freundeskreis und vom Schützenverein unterwegs waren, um zur großen Feier im Airfield-Restaurant einzuladen. Formvollendet in Frack und Zylinder zogen Heide und Jens Schröder, Tanja Meyer, Gerrit Steffen, Holger Timmermann und Detlef Kupner durch den Ort. Und damit sie auch richtig Aufsehen erregten, ließen sich die Hochzeitsbitter in einer Pferdekutsche chauffieren. So musste sich auch niemand Sorgen um den Führerschein machen, denn an jeder Tür, wo die sechs ihren Einladungsspruch aufgesagt hatten, bekamen Sie natürlich etwas zu trinken.

Zwitschern an der Haustür – das kennt auch Walter Thiemann. Der Wirt des Akzent-Hotel „Jägerklause“ hat nämlich einen Vogel, genauer: ein Rotkehlchen. Neben seiner Haustür, nicht weit vom Klingelknopf, hat in einem Mauerloch hinter dem Toilettenfenster ein Weibchen sein Nest gebaut. Eier liegen auch schon drin, hat der Gastronom und Waidmann mit vorsichtigem Blick festgestellt. Wenn die Jungen erstmal geschlüpft sind und versorgt werden müssen, dürfte der Flugverkehr vor Thiemanns Haustür noch zunehmen.

Hoffentlich nicht zuviel Verkehr auf der Autobahn haben morgen Ganderkesees Ortsbrandmeister Rolf Meyer und seine Begleiter – sonst dauert die Fahrt nach Château du Loir noch länger als die veranschlagten zwölf Stunden. In der französischen Partnergemeinde sind Meyer sowie Werner Thiemann, Hinrich Struß und Werner Busch am Sonnabend zur feierlichen Verabschiedung von Jacki Badet eingeladen, der im März das Amt des Kommandanten der örtlichen Feuerwehr abgab. Die Blauröcke beider Kommunen pflegen seit mehr als einem Vierteljahrhundert engen Kontakt. Bereits Mitte Mai wird dann eine Feuerwehr-Delegation aus Château zum Gegenbesuch erwartet – pünktlich zum Gemeindefeuerwehrtag.

Schnell wie die Feuerwehr waren am Montagabend auch die kräftigen Männer, die beim Schützenhof Ganderkesee den Maibaum aufstellten. Nachdem die Tradition dort ein paar Jahre eingeschlafen war, hatte Schützenhof-Wirtin Elke Flügge in eigener Regie eine Maifeier vorbereitet, wobei sie von den Vereinen, die in ihrem Lokal ansässig sind, kräftig unterstützt wurde: Der Wanderclub Edelweiß, die Vogelfreunde, der Schützenverein, die Jagdhornbläser und die AWo trugen zum Gelingen des Abends bei. Auch der anschließende Tanz in den Mai war gut besucht, deshalb steht für die Wirtin schon fest, dass die Tradition der Maifeiern beim Schützenhof jetzt wieder im jährlichen Rhythmus gepflegt werden soll.

Sehr zufrieden mit der Maifeier in Urneburg war auch Herbert Biese, Vorsitzender des örtlichen Schützenvereins. „Die 150 Sitzplätze waren ständig besetzt“, insgesamt seien wohl knapp 500 Gäste da gewesen. Zufriedenheit strahlten auch die beiden Besucher aus, die das Festgelände als „Majestäten“ verließen: Andrea Metschulat und Volker Eilers wurden nach einem nicht ganz so bierernsten Quiz als „Maikönige“ ausgerufen und mit Essensgutscheinen bedacht.

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