Wüsting Einen Abschied mit großem Bahnhof bereiteten die Feuerwehren der Gemeinde Hude ihrem scheidenden Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf. Eigentlich wähnte der sich auf Fahrt in einen Kurzurlaub, wie ihm seine Partnerin Sandra vorgegaukelt hatte. Spätestens aber, als er in Wüsting die Alarmsirenen hörte, sein Wagen auf die Einfahrt zum Feuerwehrhaus einbog und die Blaulichter der aufgereihten 14 Fahrzeuge aller drei Wehren nicht zu übersehen waren, da ahnte er schon, was kommen wird.

Hattendorf stieg sichtlich berührt aus dem Pkw. Hier warteten schon Bürgermeister Holger Lebedinzew und Hattendorfs Nachfolger, Gemeindebrandmeister Jörg Schmidt, mit offenen Armen zur herzlichen Begrüßung. Dabei musste sich Hattendorf einmal kurz über die eigene Wange wischen. Vielleicht lag es aber auch nur am Regenschauer, der gerade zuvor eingesetzt hatte. Kurzum, die Überraschung gelang vollends und gab einen imposanten Anblick ab, zumal mit der mittlerweile eingeschalteten Flutlichtbeleuchtung auf den Feuerwehrwagen das ganze großartige Ausmaß erkennbar wurde.

Am Feuerwehrhaus standen die Kameradinnen und Kameraden aller drei Ortswehren aus Hude, Altmoorhausen und Wüsting sowie der gemeindeübergreifenden Jugendwehr zum Gruß bereit. Um die 160 Blauröcke und Jugendfeuerwehrleute wurden gezählt.

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In der Halle des Feuerwehrhauses gab Nachfolger Jörg Schmidt eine launige Abschiedsrede in Richtung Hattendorf. Die immerhin 18 Jahre als Gemeindebrandmeister versuchte Schmidt in seiner Ansprache zusammenfassen. „Deine Zeit als Gemeindebrandmeister war eine Zeit der Superlative“, begann Schmidt seine Laudatio.

Mit 34 Jahren wurde Frank Hattendorf 2002 zum damaligen Zeitpunkt als jüngster Gemeindebrandmeister in Niedersachsen ernannt. „Du hast dieses Amt übernommen, als sich nicht alles in ruhigem Fahrwasser befand.“ Als Teil der „jungen wilden Generation“ habe Hattendorf alles zusammengehalten, Menschenführung neu definiert und sich als Ansprechpartner mit herausragenden fachlichen Kenntnissen eingebracht. „Wenn jemand mit Leib und Seele der Feuerwehr verbunden ist, dann bist du es.“

Lange habe man nach einem passenden Geschenk gesucht. Aktenweise Erinnerungen zu Stichworten wie Blaulichtmeile, Feuerwehrhelfer, Hygieneanhänger, Gründung der Gemeindejugendfeuerwehr, Gasbrandübung und unzählige Fahrzeugbeschaffungen kamen in den Blickpunkt. Dann stand der Sinn nach Bildern, die aber selbst die „Star-Wars-Trilogie“ noch in den Schatten stellen würden. Auch diese Idee wurde verworfen. Ebenso eine Bank als Geschenk zum Ausruhen. „Du musst noch 15 Jahre Dienstzeit schieben. Und Geld hast du ausreichend. Deshalb wurde das Geschenk dieser Abend für Dich und Deine Sandra als Ehrengäste.“

Ganz nebenbei ist Frank Hattendorf am 1. Februar auch Ehrengemeindebrandmeister geworden. Das hatte Bürgermeister Holger Lebedinzew schon in der Sitzung des Huder Gemeinderates im Dezember verkündet. Auch er war an diesem Abend voll des Lobes. Er habe noch nie so einen kompetenten Feuerwehrmann kennengelernt. Er sei gern sein Vorgesetzter gewesen, kam es da vom Bürgermeister.

Für den Nachfolger Jörg Schmidt und dessen Stellvertreter Andreas Wicht gilt es nicht gerade, kleine Fußabdrücke zu füllen. Was kommt danach? Nun freut sich Hattendorf auf die Arbeit als Erster stellvertretender Kreisbrandmeister. Seine Amtszeit endet am 30. September 2022. Ebenso die von Kreisbrandmeister Andreas Tangemann. Bleibt abzuwarten, was dann kommt…


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