Ganderkesee Unerwarteten Besuch hatte der Ganderkeseer Umweltdienstleister k-nord. Nach einer Anzeige hatte die Staatsanwaltschaft Oldenburg einen Durchsuchungsbeschluss erwirkt. Beamte der Polizei beschlagnahmten am Mittwoch Unterlagen und zogen Proben aus Schächten. Auch das Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg sei beteiligt gewesen, sagte Roland Herrmann, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg. Anlass für die Aktion sei zunächst der Vorwurf der Gewässerverunreinigung.

Angezeigt: k-nord BILD: Karsten Kolloge
Angezeigt: k-nord BILD: Karsten Kolloge

Von 26 auf 48 Mitarbeiter

Drei größere Geschäftsfelder werden von k-nord beackert: Abfall-Logistik (also der Transport von Abfall), Abfallbehandlung sowie Bau von Lärmschutzwänden. Das Unternehmen war vor zehn Jahren gegründet worden, die drei Gesellschafter übernahmen damals den Bereich Kompostsysteme von Umweltschutz Nord mit allen 26 Mitarbeitern. Heute sind es 48.

Wie der Leitende Oberstaatsanwalt ausführte, steht zum einen der Vorwurf im Raum, dass kontaminiertes Löschwasser nach einem Brand in Sulingen dem Abwasser zugeführt worden sei. Dem Vernehmen nach handelt es sich um Löschwasser, was bei dem Brand eines Werks der Metallveredlers „Comte Galvanotechnik“ im Januar 2011 angefallen und von Sulingen in großen Mengen nach Ganderkesee transportiert worden war.

Zweitens stehe der Vorwurf im Raum, dass gelegentlich Sickersäfte ins Abwasser eingeleitet worden seien. Wegen dieses Vorwurfs habe man die Proben gezogen.

Anhand der beschlagnahmten Unterlagen wolle man klären, welche Stoffe in Ganderkesee angekommen seien und was mit ihnen geschehen sei. Mit den Ergebnissen der Beprobungen rechnet Herrmann in ein bis drei Wochen. Wie lange das Auswerten der Unterlagen dauert, sei schwer vorhersehbar.

Zu den Vorwürfen sagte der geschäftsführende Gesellschafter Andreas Lange, er sehe den Ergebnissen gelassen entgegen. Das Unternehmen stehe unter ständiger Kontrolle der Aufsichtsbehörden. „Wir haben uns überhaupt nichts vorzuwerfen.“

Nach seiner Information sei die Anzeige anonym erfolgt. „Warum Menschen das machen, ist mir ein Rätsel.“

Ähnlich äußerte sich k-nord-Prokurist Klaus Horstmann. „Schmu“ zu betreiben, das sei angesichts der stetigen Kontrollen schon praktisch gar nicht möglich. Horstmann wies darauf hin, dass k-nord ein zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb sei.

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Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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