KIRCHHATTEN Bereits seit einiger Zeit versagt die Sirene auf dem Dach des Schlauchturmes der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhatten ihren Dienst. Grund genug für Ortsbrandmeister Klaus Engelbart, einmal einen Experten in rund 23 Meter Höhe zu schicken, der nach dem Rechten sieht. Dank Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Ganderkesee, die mit der Drehleiter anrückte, konnte die Aktion am Sonnabend starten.

Die Ganderkeseer Hauptfeuerwehrmänner Torsten Feldhaus und Jörg Meyer (im Korb) brachten Elektriker Holger Gohde von der Firma Hoffmann aus Dingstede in luftige Höhe. Doch der 37-jährige Fachmann schüttelte bereits nach kurzer Zeit mit dem Kopf. „Da ist nicht mehr viel zu machen“, erklärte Gohde den Feuerwehrleuten. „Die Wicklungen sind völlig hinüber, der Motor sitzt fest“, erläuterte er. Offenbar hat der Zahn der Zeit mächtig an der Sirene – Baujahr 1961 – genagt. Meyer tauschte noch die Schrauben für den Deckel des Elektrokastens aus. Mehr konnte er an diesem Sonnabend nicht tun.

Engelbart kündigte an, unverzüglich die Verwaltung zu informieren. Denn die Gemeinden sind auch im Zeitalter der Digitalisierung für die Wartung und Instandhaltung der Sirenen zuständig. Selbst wenn zum Ende des Jahres die neue Großleitstelle für Brandschutz und Rettungswesen im Oldenburger Land ihren Dienst aufnimmt und zunehmend auf digitalen Sprechfunk umgestellt werde, sollen die Sirenen bleiben.

Nach Einschätzung des Bundesinnenministeriums gibt es in Deutschland noch etwa 39 000 kommunale Sirenen. Sie haben in der Mehrzahl ein Betriebsalter von mehr als 30 Jahren. In Niedersachsen werden die Sirenen bei Feueralarm oder in Katastrophenfällen eingesetzt.

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