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Hude Fahrraddiebstähle sind rückläufig – das geht zumindest aus der aktuellen Kriminalstatistik Niedersachsen hervor. Die NWZ hat sich umgehört, wie es im Landkreis Oldenburg und der Gemeinde Hude um die Sicherheit der Drahtesel bestellt ist, und im Gespräch mit Experten geklärt, wie kann man sein Fahrrad angemessen sichern kann.

Gehen die Diebstähle auch im Landkreis zurück?

Im Landkreis Oldenburg ist die Zahl der Fahrraddiebstähle im Vergleich der Jahre 2015 (447 Fälle) und 2016 (446 Fälle) gleichbleibend, wie aus der Kriminalitätsstatistik der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch hervorgeht. Positiv ist die Aufklärungsquote in diesem Zeitraum, die sich von knapp sieben Prozent auf rund zwölfeinhalb Prozent fast verdoppelt hat. Ebenfalls erfreulich: Seit 2009 (929 Fälle) ist die Zahl der Diebstähle kontinuierlich rückläufig.

Wo werden die meisten Fahrräder gestohlen?

„Die meisten Fahrräder werden da gestohlen, wo es viel Durchgangsverkehr gibt“, sagt Andreas Kopetzki. Der Oberkommissar arbeitet in der Polizeistation Hude und ist unter anderem Ansprechpartner, wenn es um Fahrraddiebstähle geht.

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„Brennpunkte in der Gemeinde sind auf jeden Fall die Bahnhöfe in Hude und Wüsting“, berichtet er. Der Huder Bahnhof steche dabei besonders hervor. „Hier stellen viele Pendler ihre Räder ab und lassen sie über längere Zeit unbeaufsichtigt – eine gute Gelegenheit für Diebe.“

Wie kann ich mein Rad angemessen sichern?

Andreas Kopetzki empfiehlt ein gutes Schloss und eine Fahrradcodierung, die immer zu den regulären Öffnungszeiten in der Huder Polizeistation angeboten wird. Wer eine solche Codierung an seinem Rad vornehmen lassen wolle, müsse aber insbesondere bei neuen Rädern einen Kaufbeleg mitbringen und sich ausweisen.

Was bringt eine polizeiliche Fahrradcodierung?

Bei dieser Codierung wird ein Aufkleber mit einer Nummer auf das Fahrrad geklebt. „So können wir den Besitzer ermitteln“, erläutert Kopetzki. Außerdem nehme die Polizei auch die Daten des Fahrrades wie Rahmennummer, Größe, Farbe und weitere Besonderheiten auf. „Sollte das Rad, nachdem es gestohlen wurde, wieder auftauchen, kann es identifiziert werden.“ Genau das sei ihm vor einigen Tagen gelungen.

Welches Schloss ist wirklich sicher??

„Absolute Sicherheit bei Schlössern gibt es nicht“, sagt Marlon Stopinsek aus Hude. Der Zweiradmechaniker arbeitet im Fahrzeughaus Heiko Schütte und kennt sich mit Schlössern aus. „Wenn Diebe mit Bolzenschneider oder Akkuflex arbeiten, dauert es nicht lange, ein Schloss zu knacken“, weiß er. Viele Kunden, die bei ihm Fahrräder kaufen, seien bestohlen worden. Trotzdem gebe es Unterschiede bei den Schlössern.

„Die meisten Fahrräder haben ein Rahmenschloss“, sagt der Mechaniker. Das sei oft aus einfachem Material und sehr schnell zu knacken.

Eine Alternative sei ein Bügelschloss. „Das besteht aus gehärtetem Metall und hält schon mehr aus“, erklärt Stopinsek. Da das Metall jedoch starr ist, seien Reichweite und Flexibilität eingeschränkt. Ein Ketten- oder Kabelschloss bestehe aus dem gleichen Material, biete aber mehr Möglichkeiten beim Anschließen.

„Ein Zwitter aus den beiden Schlosstypen ist das Gliederschloss“, erklärt Stopinsek weiter. Hier seien die einzelnen Metallglieder über Nieten miteinander verbunden.

Empfehlen würde der Verkäufer ein gutes Kabelschloss. Der Schlosstyp selbst sei aber nicht das ausschlaggebende Kriterium für die Sicherheit. „Wer mehr für sein Schloss ausgibt, hat in der Regel auch mehr davon“, lautet der Tipp des Mechanikers, denn Materialien und Verarbeitung der Schlösser würden den Unterschied ausmachen. Wichtig sei außerdem, das Fahrrad immer am Rahmen anzuschließen und nicht am Rad, das man schnell ausbauen kann.


Ein Video gibt es unter   www.nwzonline.de/videos/landkreis 
Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg
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