Huntlosen Ein 480 Quadratmeter großes Stallgebäude ist am frühen Sonntagmorgen auf einem landwirtschaftlichen Anwesen am Brookweg in Huntlosen komplett abgebrannt. Sechs Rinder liefen rechtzeitig durch eine offene Tür ins Freie und blieben unverletzt. Die Freiwillige Feuerwehr war mit fünf Ortsfeuerwehren (Huntlosen, Ahlhorn, Sage, Sandhatten, Wildeshausen), rund 100 Kräften und knapp 20 Fahrzeugen, stundenlang in einem Großeinsatz. Die Scheune war dabei nicht mehr zu halten. Ihnen gelang es aber, das benachbarte Wohnhaus zu schützen. Personen wurden nicht verletzt.

Die Ursache des Brandes ist bisher ungeklärt, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Den Sachschaden beziffert die Polizei in einer ersten Einschätzung auf rund 30 000 Euro.

Nach 3 Uhr bemerkten mehrere Anwohner und Zeugen den Brand und griffen zum Telefon. Um 3.25 Uhr löste die Großleitelle den Alarm aus. Als die Huntloser Wehr nach wenigen Minuten eintraf, brannte die Scheune lichterloh, die Eternitplatten platzten lautstark aufgrund der großen Hitze. In dem Stall, Baujahr 1964, war auch Stroh gelagert, was die Löscharbeiten weiter erschwerte.

Der Hof befindet sich am Ende einer 200 Meter langen, teilweise gepflasterten Stichstraße und war für die Einsatzkräfte schwierig zu erreichen. Die Wasserversorgung war angesichts des abgelegenen Geländes schwierig, berichtete der stellvertretende Gemeindebrandmeister Rainer Hesselmann am Morgen. Er hatte zwischenzeitlich von Huntlosens Ortsbrandmeister Rolf Meiners die Einsatzleitung übernommen. „Rund 1,5 Kilometer Schlauch mussten zu zwei verschiedenen Wasserstellen gelegt werden“, so Hesselmann. 24 Kräfte waren unter Atemschutz im Einsatz. Später wurde das Stroh mit einem Teleskoplader aus dem niedergebrannten Gebäude geholt.

Erst gegen sechs Uhr konnten die ersten Einsatzkräfte abrücken. Daher war auch die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) zur Versorgung der Kameraden vor Ort. Um 10.30 Uhr fuhren die letzten Huntloser Feuerwehrmänner heim. Später kam eine Gruppe aus Sicherheitsgründen wieder, da es immer noch vereinzelt am Kokeln war.

Aus Wildeshausen war in der Nacht die Drehleiter angefordert worden. Die Wildeshauser kamen mit drei Fahrzeugen und sieben Mann und waren 3,5 Stunden vor Ort.


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Ulrich Suttka Kanalmanagement / Redakteur
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