STEINKIMMEN /REGION Georg Wilkens hat das drauf. Den Zustand von Atemnot simulieren – „das kann ich täuschend echt“. Am Sonnabend stellte er seine ungewöhnliche Befähigung auf dem Gelände des Jugendhofs Steinkimmen unter Beweis. Der Anlass: Das Jugendrotkreuz im DRK-Landesverband Oldenburg veranstaltete seinen Landeswettbewerb 2009 – und da waren auch „Schauspieler“ wie Wilkens gefragt.

80 Kinder und Jugendliche aus fünf DRK-Kreisverbänden gingen an den Start – in Gruppen und aufgeteilt in zwei Altersstufen (Stufe 1: sechs bis zwölf Jahre; Stufe 2: zwölf bis 16 Jahre). Knapp 30 Ehrenamtliche machten die Veranstaltung möglich – darunter auch Christian Badberg, Landesleiter des Jugendrotkreuzes im DRK-Landesverband.

Wer bei dem Wettbewerb nur ein Abfragen von Erste-Hilfe-Kenntnissen erwartete, lag völlig falsch: An sechs Stationen sollten die Teilnehmer zum Beispiel Pflanzen wie Lavendel und Rosmarin erkennen, Fragen zur deutschen Geschichte beantworten oder in die Rolle von „Regisseuren“ und Darstellern kurzer Theaterspiele schlüpfen.

Die zweifelsfrei spektakulärste Station: eine Unfall-Simulation unter hohen Bäumen. Nach einer Kollision lagen dort Quad-Fahrerin Lisa Vogelsang und Radlerin Lisa Vollbrecht verletzt am Boden, die eine ohnmächtig, die andere am Schreien. Weitere Mimen und Schiris warteten gespannt: Was würden die Wettbewerbs-Teilnehmer unternehmen?

„Mein Arm tut weh, da liegen überall Verletzte“, rief Lisa Vollbrecht, als eine Gruppe von Elsflether Jugendrotkreuzlern nahte. Was die nicht wussten: Es gab tatsächlich noch weitere Verletzte, die unter Schock fortgelaufen waren – und gesucht werden mussten. Und: Der ältere Mann (Georg Wilkens), der doch eigentlich helfen wollte, rang plötzlich nach Atem.

Die Elsflether waren zunächst unschlüssig, dann packten sie beherzt zu: die Bewusstlose wurde in die stabile Seitenlage bugsiert, ein Notruf abgesetzt, die Radlerin beruhigt, nach den weiteren Verletzten gesucht. Nur: Georg Wilkens’ Atemnot bemerkten sie nicht.

Trotzdem war Schiri Andreas Folkers in der Manöverkritik mit den Elsflethern zufrieden. Auch Christian Badberg bescheinigte: „Anfangs gab es Startschwierigkeiten, aber dann ist das gut gelaufen.“ Der Notruf sei „top“ gewesen, die Kommunikation mit der Verletzten „toll.“

Region, S.23

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