Wildeshausen Über Spiele im Wert von rund 2500 Euro freut sich die Hunteschule. Im Rahmen des Projektes „Spielen macht Schule“, einer Initiative des TransferZentrums für Neurowissenschaften in Ulm und des Frankfurter Vereins „Mehr Zeit für Kinder“, bekam die Förderschule den Zuschlag. „In der Ausschreibung ging es darum, ein Konzept vorzustellen, wie man Spielen sinnvoll in den Lernalltag einbinden kann“, erklärt Sozialpädagogin Sandra Brandt.

„Spielen nimmt beim Lernen einen großen Stellenwert ein“, sagt Brandt. „Für Kinder ist Spielen gleich Lernen“, so die Expertin. „Es macht Lernen erfahrbar. Das ist sehr wichtig für die Schüler“, fügt Schulleiter Thomas Trüper hinzu. „Für Kinder und Jugendliche entwickelt sich die Aneignung von Wirklichkeit über das Spielen.“ Die neue Spieleausstattung der Schule ist nun für alle Jahrgangsstufen zugänglich.

Das Besondere an dem Konzept der Hunteschule sei, dass die Schüler eigenständig an der Organisation des Projektes teilnehmen. „Die Schülervertretung hat gemeinsam mit zwei Lehrkräften ein Konzept zur aktiven Freizeit- und Pausengestaltung erstellt“, so Brandt. „Draußen betreiben die Schüler in Zweierteams die Ausleihe selbst“, erklärt Brandt weiter. In den Freiarbeitszeiten können die Schüler in dem neu eingerichteten Spielezimmer oder im Rahmen des Unterrichts mit den Spielen arbeiten.

Spiele können in verschiedenen Themenbereichen eingesetzt werden. Zur Ausstattung gehören zum Beispiel auch Kosmos Lernwerkstätten für den Physik- und Chemieunterricht oder das Spiel Deutschlandreise, das im Erdkundeunterricht eingesetzt wird. Mit den Spielen werde eine Vielzahl an Kompetenzen geschult, sagt Brandt. So zum Beispiel das räumliche und planerische Vorstellungsvermögen oder das strategische Denken. „Durch Spiele wie ,Tabu‘ wird auch der Wortschatz erweitert“, so die Sozialpädagogin.

Bei den Schülern kommt das Konzept auf jeden Fall an. „Ich finde es gut,“ sagt die zehnjährige Kim, die gerade mit zwei Mitschülern „Twister“ spielt. Und ganz nebenbei wird auch das Selbstbewusstsein gestärkt. „Wir lernen auch, dass wir es können“, sagt Kim. „Sich so zu verknoten und das Gleichgewicht zu halten, ist ja gar nicht so einfach“, fügt Brandt hinzu.  


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Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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