DöTLINGEN „Die Feuerwehren im Oldenburger Land sind gut aufgestellt!“ Das betonte Dötlingens Bürgermeister Heino Pauka in seinem Grußwort vor 112 stimmberechtigten Delegierten und ihren Gästen bei der Vertreterversammlung des Oldenburgerischen Feu­erwehrverbandes (OFV). Die Interessenvertretung von mehr als 9200 aktiven Feuerwehrleuten im Oldenburger Land hatte zu ihrer jährlichen Versammlung in den Schützenhof „Unter den Linden“ nach Dötlingen eingeladen.

Die Themenpalette reichte am Sonnabend von neuen Anforderungen bei der Brandbekämpfung bis hin zur Unfallstatistik. Wie Heike Hoppe von der Feuerwehrunfallkasse Niedersachsen (FUK) berichtete, sank die Zahl der Unfälle, bei denen Feuerwehrleute Hilfe leisteten, von 2502 im Jahr 2010 auf 2463 in 2011. Das Fahrsicherheitstraining findet seit 2011 komplett auf dem Flugplatz Ahlhorn statt. Dort wurden 125 weitere Kameraden geschult.

Es sei Zeit, einmal Danke zu sagen, betonte Pauka. Die Feuerwehrleute hätten sich ihre Anerkennung redlich verdient: Sie leisteten ihren Dienst ehrenamtlich, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. „Sie sind Teil der Gemeinschaft vor Ort“, so Pauka, der aufgrund seiner jahrelangen Mitarbeit für die FUK die OFV-Ehrennadel in Gold verliehen bekam. „Für ihn ist die Feuerwehr immer Chefsache“, betonte OFV-Vorsitzender Gerd Junker (Bockhorn).

Neben Werner Zirk, Ehrenkreisbrandmeister der Wesermarsch, und Polizeipräsident Hans-Jürgen Thurau wurde auch Peter Sparkuhl aus Harpstedt geehrt. Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes für den Landkreis Oldenburg erhielt die OFV-Verdienstmedaille in Gold. „Sein kameradschaftliches Auftreten und Verhalten hat ihn zu einer bekannten Persönlichkeit in den Feuerwehren gemacht“, sagte Junker.

Landrat Frank Eger widersprach Bestrebungen, das Amt eines hauptamtlichen Kreisbrandmeister einzuführen. Vielmehr gelte es, das Ehrenamt zu stärken. Grußworte sprachen auch die CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley und Ansgar Focke sowie der Vizepräsident der Oldenburgischen Landschaft, Ernst-August Bode (Ostrittrum). Sie wiesen auf Investitionen in Höhe von 2,5 Mio. Euro für die Landesfeuerwehrschule Loy (Ammerland) und damit den Erhalt des Standortes hin.

Das „hervorragende Verhältnis“ zwischen Polizei und Feuerwehr würdigte Polizeipräsident Thurau. Die Arbeit der Feuerwehr – ob bei Veranstaltungen oder Hilfe am Unfallort – sei „unbezahlbar“. Das Engagement in 1900 Jugendfeuerwehren im Land sei eine „hervorragende Präventionsarbeit“. Nach Angaben der Feuerwehrunfallkasse wurden im Vorjahr im Oldenburger Land 2364 Brände bekämpft. Die Schadenssumme lag bei rund 22,1 Millionen Euro.

Ortsbrandmeister Dieter Schnittjer stellte die Rettungshundestaffel der Freiwilligen Feuerwehr Lemwerder (Wesermarsch) vor. Dort trainieren 18 Hundeführer mit ihren 20 Tieren mindestens zweimal pro Woche Personensuche oder auch die Wasserortung in bis zu 35 Metern Tiefe. „Hunde riechen in 3D“, erläuterte Gruppenleiter Lars Prössler (32). 2011 sei die Hundestaffel dreimal angefordert worden. Die Truppe war auch in Ganderkesee.

Um dem demografischen Wandel entgegenwirken zu können, rief Junker zur Gründung von Kinderfeuerwehren auf. Im nächsten Jahr findet das OFV-Zeltlager in Harpstedt statt. Dazu hätten die Jugendfeuerwehrwarte erste Vorbereitungen getroffen.

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Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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