Sandkrug Keiner wünscht es sich, aber vorbereitet müssen die Helfer dennoch sein: Nach einem größeren Unglück sollen die Rettungsdienste bis zu 25 Verletzte an einem Ort versorgen können.

Das Einrichten eines entsprechenden Behandlungsplatzes war Ziel einer Übung, die am Mittwochnachmittag auf dem Auvers-le-Hamon-Platz in Sandkrug, stattfand. Dass keine guten Wetterbedingungen herrschten, war von Dr. med. Peter Günther (Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Oldenburg) und Jörn Kaminski (Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Oldenburg) durchaus ins Kalkül gezogen worden, denn Katastrophen finden auch an Regentagen statt.

Ziel der Übung war es, den Leitenden Notärzten (LNA) und Organisatorischen Leitern Rettungsdienst (OrgL) den flächenmäßigen Bedarf und das erforderliche Material des „Behandlungsplatzes 25“ zu veranschaulichen sowie den Ablauf zu demonstrieren. Der typische Behandlungsplatz besteht aus fünf aufblasbaren Zelten. Diese Zelte wurden bei der Übung nach einen festgelegten Konzept aufgebaut. Im Zelt eins findet die Sichtung der Patienten statt. Danach werden sie nach Schweregrad ihrer Verletzung auf die entsprechend gekennzeichneten Behandlungszelte „Rot“ für Schwerverletzt, „Gelb“ für Mittel-Schwerverletzt und „Grün“ für Leichtverletzt verteilt. Im fünften Zelt wird im Ernstfall der Abtransport in die Krankenhäuser statt.

Teilgenommen haben das Deutsche Rote Kreuz (DRK) aus Ganderkesee und Hude, die Johanniter Unfallhilfe (JUH) aus Ahlhorn und der Malteser Hilfsdienst (MHD) aus Sandkrug und Wildeshausen. Die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) unterstützt den öffentlich vorgehaltenen Rettungsdienst bei größeren Schadensereignissen durch Bereitstellen von zusätzlichen Rettungsmitteln und ehrenamtlichem Personal.

Jede SEG verfügt neben diversen anderen Einsatzfahrzeugen auch über einen entsprechenden Gerätewagen. Das Konzept im Landkreis sieht vor, dass fünf Fahrzeuge zusammen einen Behandlungsplatz für 25 Patienten zur Versorgung aufbauen können. Dr. Günther war mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden und dankte den etwa 100 ehrenamtlichen Helfern abschließend für ihren Einsatz.

Er betonte die „sinnvolle, ehrenamtliche Arbeit“ in diesem Bereich und bedauerte, dass bei den Organisationen leider die Helferzahlen sinken. Deshalb auch sein Appell an die Bürger, sich stärker für diese Aufgabe ehrenamtlich zu engagieren: Damit auch weiterhin gesagt werden kann: „Auf die Schnellen Einsatzgruppen ist Verlass.“

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