Stenum Das schrille Fiepen der Rauchmelder war unüberhörbar. Es übertönte in der Nacht zum Dienstag sogar einen Großeinsatz der Feuerwehr: 80 Brandschützer hatten alle Hände voll zu tun, den Brand eines Wohnhauses am Philosophenweg unter Kontrolle zu bekommen. Bei dem Unglück erwiesen sich nach Auskunft von Schierbroks Ortsbrandmeister Bernd Seemann die Rauchmelder einmal mehr als Lebensretter: Durch das Fiepen wurden die Bewohner – eine 43-jährige Frau, ihr 55-jähriger Mann sowie zwei Söhne – auf das Feuer aufmerksam und konnten sich ins Freie retten.

Als die um 1.34 Uhr alarmierten Ortsfeuerwehren aus Schierbrok-Schönemoor und Bookholzberg vor Ort eintrafen, stand über dem direkt neben dem Timotheus-Gemeindehaus befindlichen Gebäude bereits eine Rauchsäule. Bernd Seemann, der den Einsatz leitete, forderte aus Ganderkesee die Drehleiter an, auch wurde wenig später zur Verstärkung die Ortsfeuerwehr Ganderkesee alarmiert.

In einem Erstangriff setzten die Wehren große Mengen von Wasser ein. Das Ziel: Es galt zu verhindern, dass das Feuer sich vom brennenden Anbau aus via Funkenflug auf das Hauptgebäude ausbreitete. „Wir haben einen Riegel gezogen“, beschrieb Seemann. Dabei sei den Einsatzkräften die Windstille in dieser Nacht entgegengekommen.

Mit Atemschutzgeräten drangen Feuerwehr-Trupps dann in den brennenden Trakt des Gebäudes vor. Parallel deckten andere Feuerwehrmitglieder Pfannen ab, um Brandnester zu finden und auch vom Dach aus löschen zu können.

Nach etwa eineinhalb Stunden hatten die Feuerwehren den Brand unter Kontrolle. Bis um 4.30 Uhr blieb noch eine Brandwache vor Ort. Gegen 5.15 Uhr habe man die Brandstelle noch einmal kontrolliert, berichtete Seemann.

Was die Ursache des Feuers angeht, ist nach Mitteilung der Polizei ein technischer Defekt auszuschließen. Zunächst sei gestapeltes Holz in einem Holzunterstand in Brand geraten. Die Flammen breiteten sich aus und griffen vom Dachüberstand auf das Hausdach über.

Die näheren Umstände der Brandentstehung werden zurzeit von den Brandermittlern untersucht. In diesem Zusammenhang fragt die Polizei, ob verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nachbarschaft gesehen wurden (Hinweise: Telefon   04431/94 11 15). Der Sachschaden wird auf 30 000 Euro geschätzt.


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Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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