Neerstedt Zwei Tote und zwei lebensgefährlich verletzte Personen – das ist die schreckliche Bilanz eines Verkehrsunfalls am späten Sonntagabend auf der Hauptstraße in Neerstedt. Gegen 22.50 Uhr hatte ein 18-jähriger Fahrzeugführer aus Bulgarien die Kontrolle über seinen Wagen (VW Passat) verloren. Nach Passieren des Ortseingangsschildes kam der Pkw auf regennasser Fahrbahn in einer Rechtskurve nach links von der Landesstraße 872 ab und prallte gegen zwei Bäume. Eine 19-jährige Mitfahrerin und ein 20-jähriger Mitfahrer, die beide auf der Rückbank des Pkw saßen, erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Der 18-jährige Fahrer sowie ein 23-jähriger Mitfahrer (Beifahrersitz vorne) wurden schwer verletzt. Alle Personen stammen aus Bulgarien. Die Mitfahrer sind in Wildeshausen gemeldet.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der totalbeschädigte Pkw beschlagnahmt. Es entstand ein geschätzter Gesamtschaden von rund 30 000 Euro. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an, heißt es in einer Stellungnahme von Polizei und Staatsanwaltschaft.

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Kurzer Einsatz in der Schule

Zur Löschung des Fahrzeuges und Absicherung der Unfallstelle waren die Ortsfeuerwehren Dötlingen und Neerstedt mit 55 Personen und sieben Fahrzeugen vor Ort. Die Ersthelfer sowie an der Unfallstelle eingetroffene Angehörige der Unfallbeteiligten wurden durch Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams der Malteser aus Sandkrug in der nahen Schule betreut. Ein Klassenraum der Grundschule wurde für die psychosoziale Notfallversorgung der Betroffenen bereitgestellt.

Warum der Wagen in der geschlossenen Ortschaft (Tempo 50) ins Schleudern geriet, ist ungeklärt. Ein anderes Fahrzeug war an dem Unfall nicht beteiligt. Der Wagen war aus Richtung Wildeshausen gekommen und ortseinwärts unterwegs. Nach der Kollision mit den Bäumen blieb er in entgegengesetzter Fahrtrichtung stehen. Ersthelfer holten die Insassen des Fahrzeuges aus dem Wrack. Zwei der Unfallopfer wurden sofort durch Ersthelfer reanimiert. Rettungsdienstlich geschulte Einsatzkräfte der Feuerwehr lösten diese bei den Reanimationen und der Versorgung der weiteren Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ab, so Gemeindefeuerwehrpressesprecher Jannis Wilgen.

Trotz der Bemühungen der Helfer blieben die Reanimationen erfolglos. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der beiden Personen feststellen. Die beiden weiteren Insassen wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.

Parallel löschte die Feuerwehr den Fahrzeugbrand, der sich im Motorbereich entwickelt hatte, durch einen Trupp unter Atemschutz.

Später leuchteten die Einsatzkräfte die Unfallstelle für die Ermittlungsarbeiten der Polizei weiträumig aus. Erst gegen 3.50 Uhr konnte die Feuerwehr den Einsatz beenden. Auch der Rettungsdienst war mit einem Großaufgebot vor Ort. Gemeinsam mit dem Kriseninterventionsteam erfolgte für die Einsatzkräfte noch in der Nacht eine Nachbesprechung, so Wilgen.


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