Wardenburg Es riecht nach frisch gemähtem Gras und nach Abgasen von Zweitaktmotoren. Auf einer Lichtung in einem Wald beim Naturlehrpfad nördlich von Wardenburg mähen und rechen Mitarbeiter der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) auf einer Streuobstwiese.

Zwei davon sind May Brandt und Marie-Carlotta Müller, die bei dem Verein ein „Freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ)“ leisten. Während die 19-jährige May Brandt die meiste Zeit ihres Jahres schon hinter sich hat, steht die 18-jährige Marie-Carlotta Müller erst am Anfang. Die Ältere arbeitet die Jüngere derzeit ein.

Am Freitag ging es darum, die Wiese von übermäßigem Graswuchs zu befreien und davor zu bewahren, von Himbeersträuchern bedeckt zu werden, erläutert May Brandt. Dies sei erst jetzt, nach der Brut- und Setzzeit möglich. „Wir achten dabei darauf, Tieren beim Mähen einen Fluchtweg zu lassen“, erzählt sie. Außerdem ließen sich nach der Mahd die Äpfel der Wiese besser ernten und das Fallobst besser aufsammeln. Dieses wird zu Saft gepresst und verkauft.

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Für insgesamt 25 Biotopflächen im Oldenburger Land ist die BSH zuständig. Die Gebiete liegen bei Wildeshausen, Wilhelmshaven, in der Gemeinde Ganderkesee oder beispielsweise an der Tilly-Tränke. Die Flächen umfassen teils weniger als einen Hektar, mal sind sie bis zu zehn Hektar groß.

Doch beim FÖJ geht es um mehr als Gras mähen: Veranstaltungen müssen geplant und organisiert werden. „Ich habe selbst einen Projektplan entworfen und dafür Geld bei einer Stiftung eingeworben“, sagt May Brand stolz. Es stecke viel Schreibtischarbeit im Umweltschutz, hat sie festgestellt.

„Ich will jetzt Jura studieren und mich später auf Umweltrecht spezialisieren“, sagt May Brandt über ihre Pläne nach dem FÖJ. „Ich fand es toll, viel in Eigenregie zu machen“, erzählt sie. Und das FÖJ habe ihr bei der Suche nach dem richtigen Beruf für sie geholfen.

Eine solche Entscheidungshilfe sucht auch ihre ihre Nachfolgerin bei der BSH. „Ich plane gerade, welche eigenen Projekte ich in meinem FÖJ in Angriff nehmen will“, sagt Marie-Carlotta Müller. „Ich will Kindern die Natur nahe bringen“, sagt die 18-Jährige. Und selbst herausfinden, welchen Beruf sie später ergreifen will.


     www.bsh-natur.de 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-land 
Maximilian Müller Volontär / NWZ-Redaktion
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