HUDE Pubertät ist, wenn die Eltern schwierig werden – so hat es einmal die Buchautorin Marianne Arlt formuliert. Schön ist es, dass den „schwierigen Eltern“ in Hude jetzt mit Rat und Tat geholfen wird. Viele Eltern, die ihr Kind auf dem Weg zum Erwachsenwerden aufmerksam begleiten, stehen manchmal plötzlich und unerwartet vor Fragen und Problemen, die sie so „aus dem Bauch heraus“nicht lösen können, bei denen sich „ihr Jugendlicher“ ihnen durch Einflüsse von außen entzieht, bei denen sie Rat bräuchten.

Eines dieser heiklen Themen wurde Montagabend bei der ersten Veranstaltung für Eltern aufgegriffen: „Hilfe, mein Kind plant eine Party...mit oder ohne Alkohol?“ lautete das Thema, zu dem der Präventionsrat eingeladen hatte. Es ging um Fragen wie „Ab welchem Alter lasse ich Alkohol auf der Party meines Kindes zu?“ „Wie lässt sich der Alkoholkonsum reglementieren?“ und vor allen Dingen „Was tue ich, wenn Freunde harte Sachen einschmuggeln?“

Maria Rüschendorf von der Fachstelle Sucht in Wildeshausen und Anne Arnold-Winkenbach als Suchttherapeutin gaben einen kurzen Überblick in Sachen Alkoholkonsum. Ernüchternd waren die Ergebnisse aus Untersuchungen, die aufzeigen, dass Jugendliche in Europa erste Alkoholerfahrungen im Durchschnitt mit 12,5 Jahren machen, mit 14 den ersten Vollrausch haben. Von „einmal voll-laufen lassen“ wird ein Jugendlicher zwar nicht sofort suchtkrank, aber acht Prozent dieser Kids sind gefährdet, abhängig zu werden. Aus positiver Einstellung und Gewohnheit könne schnell Missbrauch werden und in die Abhängigkeit führen.

Nach vielen Daten und Fakten gab es eine stärkende Suppe für alle und kleine Häppchen vom Buffet. Während des „Dinners“ sollten sich die Teilnehmer an ihre eigenen ersten Begegnungen mit Alkohol erinnern, diese Aufforderung führte zu einem regen Gedankenaustausch.

Nach dem Imbiss erarbeiteten die Eltern Lösungen zu der Fragestellung „Welche Regeln vereinbare ich mit meinem Kind, welche Grenzen setze ich, wenn mein Kind eine Party plant?“ Die Fachfrauen Arnold-Winkenbach und Rüschendorf ergänzten die Ergebnisse der Arbeitsgruppen mit einer „Party-Checkliste“ und Informationsmaterial. Ein Rezeptheft für alkoholfreie Cocktails durfte nicht fehlen.

Präventionsbeauftragte Birgit Lohmann-Liebezeit freute sich, dass die neuen, dekorativen Tische und Stühle im Kulturhof rechtzeitig zum ersten „Elterndinner“ aufgestellt waren, auch der neue Backofen wurde an diesem Abend eingeweiht. Das leichte Essen schmeckte allen, die Gespächsrunden waren kurzweilig und informativ, trotz der teilweise schweren Themen, und jeder konnte für sich wichtige Erkenntnisse mit nach Hause nehmen. Kurzum, „ein perfektes Dinner“, so Lohmann-Liebezeit.

Das „Elterndinner“ soll mit weiteren Themen, speziell für Eltern pubertierender Kinder, fortgesetzt werden.

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