Brettorf „Das ist eine Ungehörigkeit. Das kann doch so nicht liegen bleiben“, sagt Helga Meyer aus Brettorf. Die 67-Jährige steht an der Bahnstrecke direkt hinter ihrem Haus am Stedinger Weg und schaut auf abgeschnittene Sträucher und Büsche. Auch eine Akazie sei umgelegt worden, sagt Meyer. Entlang des Bahnwegs kurz hinter dem Bahnübergang in Brettorf hatte laut Meyer die Deutsche Bahn in der Nacht von Dienstag, 19. Juli, auf Mittwoch, 20. Juli, Strauchschnittarbeiten vorgenommen.

Dass die Arbeiten mitten in der Nacht erfolgten, ärgert Meyer nicht. Sie hat Verständnis dafür, dass wegen der Einsehbarkeit das Gebüsch entlang der Bahnstrecke beschnitten werden muss. „Es geht uns eigentlich um das Wie“, sagt Meyer.

So sei der Grünschnitt auf dem Rasenstreifen liegengelassen worden. Anwohner, die sonst die Berme mitmähen, könnten diese aufgrund der liegengebliebenen Sträucher nicht mehr pflegen.

„Das gleiche Spiel hatten wir schon einmal vor zwei Jahren“, sagt Meyer. Damals seien die Maschinen auf der Häuserseite am Garten entlanggefahren. Das Schnittgut sei nicht entfernt worden. Die gepflanzten Alpenrosen und Bodendecker an der Gartengrenze seien abgeschnitten worden. Trotz Fotos und einer Nachfrage bei der Bahn kam keine Reaktion.

Die Deutsche Bahn teilt auf NWZ -Anfrage mit, dass in Brettdorf mittels eines Zwei-Wege-Baggers Rückschnittsarbeiten am Bahndamm von der Straßenseite vorgenommen wurden. „Die noch dort liegenden Reste werden in den nächsten Tagen durch Mitarbeiter entfernt“, sagte eine Bahnsprecherin.

Zudem sei die Bahn verpflichtet, ihre Bahnanlagen in einem betriebssicheren Zustand zu halten. Es müsse verhindert werden, dass Bäume oder Sträucher in das Gleisprofil hineinragen und die freie Sicht auf die Signale und auf die Strecke behindern. Auch der Schutz der Anlieger vor Gefahren wie herabfallende Äste oder umstürzende Bäume sei ein wichtiger Punkt, hieß es in einer Stellungnahme.

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Tanja Henschel Barßel / Redaktion Münsterland
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