Großenkneten Es ist wohl eines der schlimmsten Szenarien, die für Feuerwehren entstehen kann: Bei einem Brand ist durch die dichte Rauchentwicklung nicht zu erkennen, ob noch Personen gerettet werden müssen. Die verrauchte Sicht erschwert es, den Brandherd ausfindig zu machen. In diesen Situationen hilft eine Wärmebildkamera.

Eine solche Kamera, zusammen mit einer kleineren Version, überreichten Vertreter der Öffentlichen Landesbrandkasse im Beisein von Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke, jetzt feierlich der Freiwilligen Feuerwehr in Großenkneten. Die große Kamera, die „Flir K 55, inklusive KFZ-Ladehalterung“ ersetzt die im Jahr 2009 angeschaffte Wärmebildkamera. Die Werkfeuerwehr von Exxon-Mobil hatte die Kamera damals gespendet. Jedoch sei die Technik des Geräts auf einem alten Stand gewesen, sagte Ortsbrandmeister Hendrik Behrends. Umso dankbarer war er, als er die neue Wärmebildkamera entgegennehmen konnte.

Die Idee, eine neue Wärmebildkamera anzuschaffen, hatte die Ortsfeuerwehr Großenkneten bereits im Frühjahr 2014 gehabt. Die Ausrüstung hat einen Anschaffungswert von 6406,54 Euro.

Mehrere Unterstützer, insgesamt 14 Spender, hatten dabei geholfen, die Kamera-Ausstattung finanziell zu stemmen. Auch der Förderverein der Ortsfeuerwehr war dabei behilflich. Er sorgte zudem für die Anschaffung einer weiteren, kleineren Wärmebildkamera. Der Verein wiederum bekommt Unterstützung durch mehrere Sponsoren. Die Öffentliche Landesbrandkasse hatte zudem auf Antrag der Feuerwehr einen großen Teil der Finanzierung übernommen. „Sie tragen zur Sicherheit jedes Einzelnen bei“, sagte Bezirksdirektor Frank Schwerter. Deswegen unterstütze die Landesbrandkasse gerne das Feuerwehrwesen.

„Die Wärmebildkamera ist ein zuverlässiger Ratgeber“, sagte der Ortsbrandmeister und demonstrierte die Funktion des Geräts. Es hat einen kleinen Bildschirm integriert, der die Umgebung in Grautönen anzeigt. Menschen werden aufgrund ihrer Temperatur fast weiß angezeigt. Thorsten Schmidtke weiß um die Besonderheit der Ausrüstung. Er weiß aber auch, dass sie nur im schlimmsten Fall gebraucht wird. „Hoffentlich kommt die Kamera nicht oft zum Einsatz“, sagte er.

Auch wenn sich die Ortsfeuerwehr das Gerät gewünscht hat – Hendrik Behrends erinnerte: „Die Feuerwehr hat nur eine Bedarfs- und keine Wunschliste.“

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Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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