HAVEKOST 235 000 Euro hat die Baumaßnahme gekostet, eineinhalb Jahre dauerte sie. Viele Arbeiten übernahmen die Feuerwehrkameraden selbst.

Von Hergen Schelling HAVEKOST - „Anstrengende 18 Monate“, sagte Ortsbrandmeister Fredo Heitzhausen, liegen hinter der Freiwilligen Feuerwehr Havekost-Hengsterholz – gestern wurde unter diese eineinhalb Jahre ein feierlicher Schlussstrich gezogen: Gemeinsam mit zahlreichen Gästen weihte die Wehr ihr erweitertes und renoviertes Feuerwehrhaus ein.

Endgültig Schluss ist nun mit der räumlichen Enge im 1977 als Flachdach-Bau errichteten Heim der Havekoster und Hengsterholzer Kameraden. Nicht nur Gemeindebrandmeister Werner Busch erinnerte sich gestern leicht schaudernd an frühere Versammlungen in der Fahrzeughalle, bei denen die Gäste „immer kalte Füße kriegten“. Nun steht der Wehr im neuen Dachgeschoss ein 90 Quadratmeter großer Schulungs- und Versammlungsraum zur Verfügung, außerdem wurden dort ein kleines Büro und eine Teeküche eingerichtet. Der alte Schulungsraum im Erdgeschoss kann jetzt als Umkleideraum genutzt werden – bislang mussten die Feuerwehrleute sich hinter den Fahrzeugen umziehen, was aus Sicherheitsgründen seit Jahren problematisch war. Auch die sanitären Anlagen des Feuerwehrhauses wurden saniert.

Rund 235 000 Euro hat die Baumaßnahme gekostet – wovon 35 000 Euro die Wehr selbst beisteuerte: Dachdecker-, Klempner-, Elektro-, Trockenbau- und Malerarbeiten wurden in Eigenleistung ausgeführt. Heitzhausen dankte dafür allen Beteiligten sowie dem ortsansässigen Architekten Günter Neitzel. 36 Helferinnen und Helfer hatten insgesamt 2500 Arbeitsstunden abgeleistet.

„Das ist etwas, was Ganderkesee stark macht“, lobte Bürgermeister Gerold Sprung, „dass die Feuerwehren bereit sind, sich für ihre Gebäude einzusetzen.“ Diese Tatsache indes wird auf Seiten der Feuerwehr durchaus auch kritisch gesehen: Es sei inzwischen „fast eine Selbstverständlichkeit“, entgegnete Peter Sparkuhl als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Oldenburg-Land, „dass wir Feuerwehrleute unsere Häuser selber ausbauen. Wir machen das, weil wir wissen, wie knapp das Geld ist.“ Und Kreisbrandmeister Andreas Tangemann mochte sich eine kleine Spitze gegen die Kommunalpolitik nicht verkneifen: Er habe noch nie gesehen, bemerkte er, „dass Ratsfrauen und Ratsherren ihr Rathaus selber bauen.“

Ehrungen und Beförderungen im frisch erweiterten Havekoster Feuerwehrhaus

Aus dem Feuerwehrdienst verabschiedeten Gemeindebrandmeister Busch und Bürgermeister Sprung gestern bei der Feier in Havekost Fritz Hobbensiefken. Gleichzeitig wurde der 62-jährige für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt, und einen Humpen als Geschenk gab es ebenfalls für ihn. Befördert zur Oberfeuerwehrfrau wurde Marina Einemann. Ehrungen gab es für Klaus Bernett und Heinz Lange (Humpen) sowie Volker Gerdes, Harald Grube, Ralf Linnemann, Thorsten Neitzel und Arno Stöver (alle 25 Jahre Mitglied). Diedrich Düßmann und Walter Mühlenfeld, beide 60 Jahre in der Feuerwehr, waren nicht anwesend.

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