Hude Ein Leser ärgert sich in der letzten Zeit immer wieder über Pferdeäpfel auf den Straßen sowie Geh- und Radwegen. Auf der Strecke vom Bahnübergang Richtung Klosterschänke soll es zum Beispiel sieben dieser Hinterlassenschaft gegeben haben, die nicht entsorgt wurden.

Laut Paragraf 32 der Straßenverkehrsordnung ist es „verboten, die Straße zu beschmutzen (...), wenn dadurch der Verkehr gefährdet oder erschwert werden kann. Wer für solche verkehrswidrigen Zustände verantwortlich ist, hat diese unverzüglich zu beseitigen (...)“. Dazu gehören auch Pferdeäpfel, sagt Fokko Heyn vom Ordnungsamt der Gemeinde Hude. Zudem ist es Reitern verboten, Geh- und Radwege zu nutzen wie die Strecke, wo die sieben Pferdeäpfel gelegen haben.

Eine weitere Stelle, die laut Heyn unerlaubter Weise von Reitern genutzt wird, ist die Brücke beim Huder Bach. „Das Holz der Brücke wird von den Pferdeäpfeln angegriffen.“

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Wer dabei auf frischer Tat erwischt wird, die Pferdeäpfel nicht zu entsorgen, erhält ein Verwarngeld von bis zu 35 Euro. „Da liegt das große Manko“, sagt Heyn. Wenn die Ordnungshüter nicht vor Ort sind, ist es schwer, wenn nicht sogar unmöglich den Verursacher zu ermitteln. „Dann muss der Steuerzahler dafür aufkommen“, sagt Heyn.

Beim Reit- und Fahrverein Holle-Wüsting wird darauf geachtet, dass die Pferdeäpfel zeitnah entsorgt werden. Dafür steht beim Vereinswirt passende Ausrüstung parat. „Wir sehen zu, es wegzubekommen. Es kann vorkommen, das es mal übersehen oder vergessen wird“, sagt Dr. Frank Stickan, 1. Vorsitzender. Dafür werden die Hinterlassenschaften des Pferdes entweder komplett oder am Wegesrand entsorgt.

Auch der Reitclub Hude bemüht sich, die Pferdeäpfel von der Straße zu entfernen. „Wenn wir zum Außenplatz reiten, müssen wir die Straße entlang“, sagt der 1. Vorsitzende Oliver Fleddermann. Spätestens auf dem Rückweg würden die Pferdeäpfel auffallen und entsorgt werden. „Wir haben dafür auf dem Hof einen Misthaufen.“

Einen alternativen Weg hat der Reitclub nicht. Es gibt zwar einen Rad- und Gehweg, der über eine Brücke führt, aber der Landkreis hat dem Verein verboten, diesen zu nutzen. „Das Pferd gehört offiziell auf die Straße“, weiß auch Frank Stickan. „Aber wenn auf der Landstraße zum Beispiel mit 100 km/h gefahren wird und das Pferd nervös wird und zur Seite springt, dann sind 600 Kilo im Weg.“ Das ist auch ein Grund, warum die Pferdeäpfel nicht direkt entsorgt werden könnten. Es ist zu gefährlich, dort abzusteigen. Deshalb findet er, dass es sicherer ist, wenn das Pferd auf den Geh- und Fahrradwegen läuft.

Anfeindungen wegen der Pferdeäpfel gab es beim Reitclub bisher nicht. Doch beim Reit- und Fahrverein in Holle ist es schon einmal vorgekommen, „weil wir es nicht zeitnah weggekriegt haben“, sagt Stickan. Kommt es vor, dass ein Mitglied die Pferdeäpfel nicht entsorgt und der Verein bekommt das mit, erhält dieser eine Abmahnung, damit es nicht wieder vorkommt.

Soeke Heykes Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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