Harpstedt /Hooksiel /Landkreis „Die Stimmung ist super“, sagt Jana Siemer, Jugendwartin der Feuerwehr Harpstedt. Mit ihrer Gruppe ist sie derzeit in Hooksiel – zusammen mit rund 1500 weiteren Jugendlichen. Dort findet seit Samstag das Zeltlager des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes (OFV) statt.

Insgesamt nehmen 68 Jugendfeuerwehren am Zeltlager teil aus den Landkreisen Oldenburg, Cloppenburg, Vechta, Ammerland, Friesland, Wesermarsch sowie den Städten Oldenburg und Delmenhorst.

Ein Zeltlager dieser Dimension organisiert der OFV alle drei Jahre – dieses Mal sind aus dem Landkreis 13 Gruppen dabei. Aus der Samtgemeinde sind alle Jugendfeuerwehren in Hooksiel, also Harpstedt, Beckeln, Colnrade, Kirch- und Klosterseelte sowie Prinzhöfte-Horstedt und Klein Henstedt.

Lange Wege am Deich

„Untergebracht sind wir in vier riesigen Zeltdörfern“, berichtet Siemer. Die Dörfer werden von „Bürgermeistern“ geleitet – Klaus Grubert, Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Kirch- und Klosterseelte, hat diese Aufgabe übernommen. Da am Strand zwischen Deich und Meer nur begrenzt Platz ist, zieht sich das Zeltlager über eine lange Strecke. „Wenn man von einem Ende an das andere möchte, ist man schon ein bisschen unterwegs“, erzählt Matthias Kastendiek, Jugendwart der Feuerwehr Beckeln. Um die Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren zu beschäftigen, hat sich die Lagerleitung, zu der auch Thomas Heuermann von der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt gehört, einiges ausgedacht.

Das Zeltlager steht in diesem Jahr unter dem Motto „Vielfalt und Inklusion“. Workshops beschäftigen sich mit diesen Themen. Beim Blindenfußball, Rollstuhlhandball, bei Gesellschaftsspielen für Blinde und Sehbehinderte oder bei einem Einführungskursus in die Gebärdensprache können die Jugendlichen nachempfinden, wie es sich mit einem Handicap lebt. „Das Programm ist sehr abwechslungsreich“, sagt Siemer. Ihre Gruppe – bestehend aus neun Jugendlichen – habe bereits an verschiedenen Wettbewerben teilgenommen, außerdem gab es bereits einen Orientierungslauf. Eine weitere Besonderheit: ein Tagesausflug auf die Hochseeinsel Helgoland. „Da wurde das Zeltlager halbiert und die beiden Gruppen sind mit dem Schiff auf die Insel gebracht worden. Einige Kinder und Jugendliche hatten allerdings Probleme mit dem starken Seegang“, meint Kastendiek. Inzwischen hätten sich aber alle wieder vom wackeligen Ausflug erholt.

Für die 15 Teilnehmer aus Beckeln sind die Sportwettbewerbe der Höhepunkt. „Wir spielen unter anderem Volleyball und Brennball. Unter den windigen Voraussetzungen am Strand ist das eine echte Herausforderung“, sagt der Jugendwart.

Teilnehmer zufrieden

Gut zweieinhalb Jahre haben die Verantwortlichen für das Zeltlager geplant – und das sei vor Ort spürbar. „Wir sind super zufrieden wie alles läuft. Es ist alles toll organisiert – und das Essen schmeckt auch. Nur wärmer könnte es sein“, meint Siemer. Besonders die ersten Tage seien sehr windig gewesen, seit Mittwoch habe sich das Wetter gebessert. „Wir hoffen, dass es jetzt trocken bleibt. Wenn die Jugendlichen nicht richtig nach draußen können, wird es in den Zelten natürlich eng“, sagt Kastendiek.

Noch bis Samstag sind die 68 Gruppen in Hooksiel – aber die Vorfreude auf das nächste Zeltlager in drei Jahren ist jetzt schon zu spüren.

Gloria Balthazaar Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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