Harpstedt Da zögerte Eric Hormann keine Sekunde: „Der große Rückhalt aus der Bevölkerung“, sagte Harpstedts Ortsbrandmeister auf die Frage, was aus seiner Sicht das Highlight beim großen Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuerwehr war. Viele Helfer außerhalb der Wehr hätten die Kameradinnen und Kameraden unterstützt. So organisierten die Bürgerschützen-Korporäle den Getränkeausschank. Auch Fleckenbürgermeister Stefan Wachholder packte an. Beim bunten Programm auf dem Koems-Areal war für jeden etwas dabei.

Förderverein 10 Jahre alt

Zu ihrem 125. Geburtstag zeigte die Harpstedter Wehr am Samstag, dass Feuerwehr mehr ist als „Retten, Löschen, Bergen und Schützen“. Die Feierlichkeiten begannen mit einem Gottesdienst mit Pastor Gunnar Bösemann. Feuerwehrmann Holger Bahrs las das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Pastorin Elisabeth Saathoff lud zur Kinderkirche ein. Das Scheunenviertel öffnete die Tore. Wer sich einen Überblick verschaffen wollte, begab sich in die Aussichtsgondel eines Krans.

Viele versuchten sich am Glücksrad des Fördervereins der Feuerwehr, der mittlerweile zehn Jahre alt ist. „Klasse“, freuten sich Tom und Hauke (beide 12), als Vorsitzender Stephan Bruns die Gewinne ausgab. Zusätzlich gab es eine Sonderverlosung. Aktivitäten wie Armbänder basteln oder Buttons pressen bot die Jugendfeuerwehr an. Gerd Finke von der Ortsfeuerwehr Schierbrok-Schönemoor erklärte Feuerlöscher. Ein Hingucker waren auch die Miniatur-Fahrzeuge, die die Blaulicht-Modellbaugruppe Bremen ausstellte. „Total interessant“, fanden Sven (9) und Fynn (12) aus Oldenburg, die mit Vater Timo Marks unterwegs waren. „Ich möchte später einmal zur Berufsfeuerwehr“, sagte Fynn.

Viele Zuschauer lockten die Vorführungen der Rettungshunde-Staffel der Feuerwehr Lemwerder. Drei Tiere, ein Golden Retriever, ein Belgischer Schäferhund und ein Irish Setter, mussten in einem inszenierten Trümmerfeld Personen aufspüren. „Die Ausbildung der Hunde dauert zwei bis drei Jahre“, erklärte Gruppenführerin Gesa Kruse.

Neue Wettbewerbsregeln

Erstmals nach den neuen Regeln für Leistungsvergleiche der Feuerwehren in Niedersachsen richtete die Harpstedter Wehr den Kreisentscheid aus. Sieben Wettbewerbsgruppen traten an. Sie mussten drei Module – Fahrübung, Löschangriff und Kuppeln – meistern. Es gewann das Team aus Beckeln. Kreisverbandsvorsitzende Diane Febert überreichte Pokal und Urkunde an Gruppenführer Patrick Erdmann. Auf Platz 2 landete Dötlingen; auf Platz 3 das Team aus Bookholzberg (weiterer Bericht folgt).

Zehn Gruppen traten zum Spaßwettbewerb an. Hier gewann Gastgeber Harpstedt. Gruppenführer Jürgen Wachendorf hatte für diesen Wettkampf eigens ein Labyrinth aus Kunststoffrohren gebaut, durch das eine Holzkugel ins Ziel gebracht werden musste.

Beim offiziellen Festakt auf dem Koems-Saal bedankte sich Febert bei den Gastgebern. „Beim neuen Leistungsvergleich konnten alle lernen.“ Erster Kreisrat Christian Wolf sagte, 125 Jahre Ehrenamtlichkeit gebühre Respekt und Anerkennung. Die Feuerwehr stehe für „erstklassige Teamarbeit“. Die Ehrengabe des Landesfeuerwehrverbandes überreichte dessen Vizepräsident Andreas Tangemann. Er ist auch Kreisbrandmeister. Tangemann lobte die Wehr als „ehrenamtliche Elitetruppe“. Auch Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse meinte, die Ortswehr sei gut aufgestellt. Die Zusammenarbeit „über die Kreisgrenzen hinweg“ hob Regierungsbrandmeister Dieter Schnitt­jer hervor. „Das wichtigste sind die Menschen, die sich für den Dienst an der Allgemeinheit ausbilden“, sagte Fleckenbürgermeister Wachholder. Seine Tochter Fiona (12) hatte einen Kuchen in Form eines Feuerwehrautos gebacken. Und Ortsbrandmeister Hormann wies bereits auf das nächste Jubiläum hin: Die Harpstedter Jugendfeuerwehr wird nächstes Jahr 50 Jahre alt. Zur Musik von DJ Timo wurde dann bis in die Morgenstunden gefeiert.


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Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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