SANDKRUG /KIRCHHATTEN Ralf Blancke Soares war schon einiges in seinem Leben: Fast wäre er Koch geworden, doch die Lehre gefiel ihm nicht, stattdessen wurde er Kfz-Mechaniker. Dann war er acht Jahre bei der Bundeswehr, danach wurde er Karosseriebauer. Anschließend entschied er sich als Schlachter zu arbeiten, heute ist er auch noch Landwirt auf dem Hof, den er von seinem Onkel in Kirchhatten geerbt hat. „Wo das Leben einen hintreibt“, sagt er. Seit dem 29. Mai ist der 43-Jährige noch etwas – er ist Ortsbrandmeister von Kirchhatten. Auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr wurde er zum Nachfolger von Klaus Engelbart gewählt, der das Amt aus Altersgründen ablegen musste.

Blancke Soares ist schon vor 26 Jahren in die Feuerwehr in Kirchhatten eingetreten. Bei allen Veränderungen in seinem ereignisreichen Leben sei die Gemeinschaft eine Konstante gewesen, sagt er. „Gemeinschaft“ schreibt der geborene Husbeker groß – „nicht gegeneinander sondern miteinander“, ist sein Motto.

Die Gemeinschaft steht auch für Jürgen Dallmann im Vordergrund. „Sie sei das wichtigste für die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr“ sagt er. Dallmann, ebenfalls 43 Jahre alt, ist seit 25 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Ein Klassenkamerad habe ihn auf dem Pausenhof der Waldschule, die er damals besuchte, angesprochen. Heute ist er vielen bekannt als der Hausmeister jener Schule in Sandkrug. Als er im Jahre 1993 die Hausmeisterwohnung bezog, wechselte er auch von der Freiwilligen Feuerwehr Sandhatten nach Sandkrug. Seit dem 13. Februar ist er Sandkrugs neuer Ortsbrandmeister. Er ist stolz, solch einer Gruppe vorstehen zu dürfen, sagt er. Dafür nehme er gern die Arbeit in Kauf, die das Ehrenamt mit sich bringe.

Wiederum auf dem Schulhof der Waldschule lernte der Hausmeister Dallmann den Schüler Maik Schütte kennen. Bald trafen sich beide auch in ihrer Freizeit bei der Freiwilligen Feuerwehr. Schütte ist Gründungsmitglied der 1999 entstandenen Jugendfeuerwehr in Sandkrug. 2003 gewann sein Team bei einem Wettbewerb die Auszeichnung als beste Jugendfeuerwehr in Niedersachsen. Heute ist der 22-jährige Elektroinstallateur der jüngste stellvertretende Ortsbrandmeister im Landkreis. „Wir haben uns bewusst für einen jungen Stellvertreter entschieden“, sagt Dallmann. Zum einen, weil die gesamte Truppe mit einem Durchschnittsalter von 34 Jahren sehr jung sei. Zum anderen werde so gleich ein kompetenter Nachfolger ausgebildet.

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