Ganderkesee /Landkreis Von der einen Seite sieht es aus wie ein Raumschiff aus einem billigen Science-Fiction-Film, von gegenüber betrachtet könnte es ein Altkleider-Container mit Nummernschild sein. Aber spätestens, wenn aus dem dunklen Schlitz ein heller Blitz schießt, wissen Autofahrer, woran sie gerade mit überhöhter Geschwindigkeit vorbeigesaust sind: Es handelt sich um die neue mobile Geschwindigkeits-Überwachungsanlage des Landkreises Oldenburg.

Seit gut einem Monat wird das Messgerät punktuell im Landkreis Oldenburg eingesetzt. In der vergangenen Woche stand es in Ganderkesee zunächst an der Bergedorfer und dann an der Almsloher Straße. Mittlerweile befindet sich der weißgraue Kasten an der Birkenheider Straße und nimmt den Verkehr ins Visier, der von Süden in den Ort rollt. „Die Messstellen haben wir in enger Abstimmung mit der Polizei ausgesucht“, erklärte Siegfried Bluhm, Leiter des Straßenverkehrsamtes im Kreishaus. Wohin die Anlage danach befördert wird, stehe noch nicht fest.

Dieser vierte mobile Blitzer des Landkreises unterscheidet sich deutlich von den drei anderen, die bisher in Gebrauch sind – vor allem durch den Preis: Gut 150 000 Euro hat die Anschaffung gekostet. Im Gegensatz zu den kleinen Kameras mit Stativ, mit denen die Kontrolleure des Kreises sonst unterwegs sind, hat die neue Anlage die Dimensionen eines Autoanhängers – und wird auch so fortbewegt. Der Vorteil: Dieses Messgerät kann auch mal eine Weile ohne Bedienungspersonal stehen bleiben, zum Beispiel nachts. Fachleute sprechen daher auch von einem „semistationären“ Gerät. „Und es kann auch kein Verkehrsteilnehmer mal eben beiseite schieben oder mitnehmen“, stellt Bluhm klar.

Weil die mobile Anlage so schwer ist, benötigt sie aber auch einen festen Untergrund. So kommen zurzeit einige potenzielle Messstellen nicht in Frage, weil die Berme zu feucht und damit nachgiebig ist. Ende Januar will das Straßenverkehrsamt das neue Messgerät offiziell vorstellen. Zuvor soll es noch Gerichten und Staatsanwaltschaften vorgeführt werden.

Zurzeit sind die Messbeamten nach Angaben des Amtsleiters in der Übungsphase: „Sie müssen das Gerät noch kennenlernen und den Umgang damit trainieren“, verdeutlichte Bluhm. „Aber es ist schon ein Echt-Blitzer“. Wer also zu schnell daran vorbeifährt, bekommt die Quittung in Form eines Bußgeldbescheides.

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.