Ganderkesee Orkanartige Böen des Sturmtiefs „Niklas“ haben am Dienstag die Ganderkeseer Feuerwehren in Atem gehalten. Umgestürzte Bäume mussten von Straßen und Schienen entfernt, Dachpfannen oder Schornsteinverkleidungen gesichert werden. Bis um 20.15 Uhr meldete Torben Skibbe, Pressewart der Gemeindefeuerwehr, mehr als 30 Einsätze. Zum Abend hin habe sich die Lage entspannt.

Als erste Ortsfeuerwehr war gegen 15 Uhr die aus Falkenburg gerufen worden. In Steinkimmen drohte ein Baum auf die Kimmer Landstraße zu kippen. Wenig später ging es dann Schlag auf Schlag.

Beispiel Ortsfeuerwehr Ganderkesee: Um 15.24 Uhr waren die Freiwilligen um Ortsbrandmeister Rolf Meyer erstmals ausgerückt, da lag ein Baum auf der Wildeshauser Landstraße. Allein bis um 19 Uhr sollten sich neun weitere Einsätze anschließen. Dreimal wurde die Drehleiter angefordert (aus Munderloh, Bookholzberg und Stenum). An der Langen Straße hatten sich Dachpfannen auf einem Gebäude gelöst. Und immer wieder hieß es: „Baum auf Straße“.

Ein Einsatzschwerpunkt der Falkenburger Ortswehr: der Bereich Falkensteinsee. Kurz nach 17 Uhr mussten die Freiwilligen eine dicke Birke zerlegen, die quer über den Alten Postweg gefallen war. Gleich im Anschluss war auf dem Gebiet des Camping- und Ferienparks Falkensteinsee Muskelkraft gefragt: Eine Fichte drohte auf einen Campingwagen zu kippen. Die Falkenburger sägten den Stamm an und brachten den Baum auf einer Rasenfläche zu Fall.

Auch die Ortsfeuerwehren Bookholzberg, Havekost-Hengsterholz und Schierbrok-Schönemoor mussten mehrfach ausrücken. Die Schierbroker zum Beispiel hatten unter anderem einen dicken Ast von den Gleisen der Bahnstrecke zwischen Oldenburg und Bremen zu entfernen.

Der Bahnverkehr wurde von „Niklas“ völlig aus dem Takt gebracht. Schon früh am Nachmittag musste der Schienenverkehr zwischen Bremen und Oldenburg eingestellt werden. „Die Strecke war einer der Sturm-Schwerpunkte“, sagte Nordwestbahn-Sprecherin Stephanie Nölke am Abend. Mit dem Einsatz von Bussen sei versucht worden, den Betrieb aufrecht zu erhalten, dennoch mussten die Reisenden große Verzögerungen in Kauf nehmen. Nölke: „So ein Tag kommt bei uns sehr selten vor!“


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