Elmeloh /Ganderkesee Die „Kombi-Lösung“ ist glatt durchgefallen: Der Vorschlag eines Planungsbüros, für den Radweg südlich der Elmeloher Straße zwischen dem Kreisel und der Delmenhorster Stadtgrenze nur teilweise – nämlich vom Kreisel bis zur Einmündung des Hohenborn – einen Hochbord anzulegen und den restlichen Verlauf als Schutzstreifen auf der Fahrbahn zu markieren, stieß im Ausschuss für Straßen und Verkehr am Mittwochabend auf wenig Gegenliebe. Stattdessen wurde einstimmig beschlossen, das Thema weiter zu beraten und sich die Situation vor Ort anzuschauen.

Das dürfte auch im Sinne des Heimat- und Ortsvereins Elmeloh-Almsloh sein, dessen Vorsitzender Reinhard Siemer schon in der Einwohnerfragestunde das Konzept der Planer ablehnte. Nach seinen Angaben könnte auf jeden Fall der Bereich zwischen Zum Domskamp und dem Netto-Markt als Geh- und Radweg gebaut werden, da der Grundstückseigentümer zum Verkauf bereit sei und mit Rücksicht auf das Dorf beim Preis Zurückhaltung üben würde.

Siemer fragte auch nach der Kostenbeteiligung des Landkreises, die laut Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung, „immer noch offen“ ist. Der Kreis als Träger der Kreisstraße verweigert sich bisher mit Hinweis auf den bereits vorhandenen Fuß- und Radweg auf der Nordseite der Straße. „Aber wir geben nicht auf“, so Meyer.

In Frage gestellt wurde von mehreren Ausschussmitgliedern auch das Konzept des Schutzstreifens für Radfahrer, der 1,50 Meter breit sein und durch eine gestrichelte Linie auf der Fahrbahn markiert werden soll – diese Linie darf von Autos überfahren werden. Arnold Hansen (Freie Wähler) verwies auf die Grüppenbührener Straße in Ganderkesee, die sogar einen Radfahrstreifen mit durchgezogener, nicht überfahrbarer Linie hat – dort habe er schon oft „schlechte Erfahrungen“ gemacht, sagte er. Auch Grünen-Ratsherr Jens Volbert äußerte „arge Bedenken, dass das eine sichere Variante ist“.

Peter Meyer und Sabine Finke als Leiterin des Fachdienstes Straßen und Verkehr hielten dagegen, dass Radfahr- oder Schutzstreifen auf der Fahrbahn inzwischen in vielen Kommunen innerorts zum Regelfall würden, weil die Radfahrer dort von anderen Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen würden. Außerdem werde so das Risiko von Unfällen an Grundstückseinfahrten reduziert.

Die Frage nach möglichen Anliegerbeiträgen verneinte Sabine Finke: Der neue Radweg würde nicht als Erstausbau, sondern als „Erweiterung“ betrachtet. Nach der im Dezember abgeschafften Straßenausbaubeitragssatzung wären die Anlieger indes noch an den Kosten beteiligt worden.

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Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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