Ganderkesee Zu insgesamt 167 Einsätzen sind die sechs Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Ganderkesee in 2016 ausgerückt. Das sind deutlich weniger Alarmierungen als 2015: Da waren es 265. Bei 27 Einsätzen mussten im vergangenen Jahr gleich mehrere Ortswehren helfen. 2015 waren es 43 Einsätze mit mehreren beteiligten Wehren.

Gemeindebrandmeister Horst-Dieter Meyer hat sich wieder die Mühe gemacht und die Zahlen zusammengetragen. Für den 62-Jährigen ist es die letzte Bilanz als Gemeindebrandmeister. Zum 1. März übernimmt sein jetziger Stellvertreter Bernd Lembke das Amt. Horst-Dieter Meyer erreicht dann die Altersgrenze von 63 Jahren und scheidet damit laut Niedersächsischem Brandschutzgesetz aus dem aktiven Dienst aus.

Fehlerhafte Brandmelder

Unter den 167 Einsätzen waren 55 Brände, 60 Hilfeleistungen, 14 Brandsicherheitswachen und 38 blinde Alarme (2015: 46 Brände, 160 Hilfeleistungen, 16 Sicherheitswachen, 43 blinde Alarme).

Auch die Art der Brände hat Meyer ausgewertet. Die Brände unterteilen sich in 37 Klein- beziehungsweise Entstehungsbrände, sieben Mittelbrände und fünf Großbrände. Die fünf Großbrände waren Gebäudebrände in Elmeloh, Hoyerswege, Grüppenbühren und Rethorn sowie ein Putenstall-Brand in Hengsterholz. Bei sechs Brandeinsätzen unterstützten Ganderkeseer Ortswehren die Kameraden der Nachbargemeinden.

„33 blinde Alarme gingen auf das Konto fehlerhaft oder fahrlässig auslösender Brandmeldeanlagen und neuerdings auch privater Rauchmelder“, teilt Gemeindebrandmeister Horst-Dieter Meyer mit. 2015 waren es 40.

Am häufigsten musste mit 92 Einsätzen die Ortswehr Ganderkesee ausrücken. Dahinter folgen Bookholzberg (38 Einsätze) Schierbrok-Schönemoor (35), Falkenburg (24), Havekost-Hengsterholz (16) und Bergedorf (6).

Die Zahl der Hilfeleistungen hat mit 160 in 2015 und nur noch 60 in 2016 am deutlichsten abgenommen. Nur 17 Hilfeleistungseinsätze waren laut Meyer extremen Wetterverhältnissen geschuldet. 2015 gab es noch 106 Sturmeinsätze. Außerdem wurden die Feuerwehren zu 13 teils schweren Verkehrsunfällen alarmiert. Bei fünf Einsätzen ging es um Gefahrstoffe, auslaufenden Kraftstoff oder Öl. Viermal mussten Tiere aus einer misslichen Lage befreit werden.

In 18 Fällen baten Polizei, Rettungsdienst oder Behörden um Unterstützung. Zu zwei Hilfeleistungseinsätzen rückten die Einsatzkräfte in Nachbarkommunen aus.

Weniger Mitglieder

Die Anzahl der aktiven Mitglieder ist leider zurückgegangen, bedauert Horst-Dieter Meyer. Die sechs Ortswehren der Gemeinde hatten am 1. Januar 2017 insgesamt 363 aktive Mitglieder, ein Jahr zuvor waren es noch 380 Feuerwehrfrauen und -männer.

Elf Männer und drei Frauen wurden neu aufgenommen. 23 Männer und vier Frauen sind aus der aktiven Feuerwehr ausgetreten und vier Kameraden aus Altersgründen zu den Senioren gewechselt. Mit 48 aktiven Frauen blieb der Frauenanteil nahezu konstant (2015: 49 Feuerwehrfrauen).

Die vier Jugendwehren freuen sich hingegen über gestiegenes Interesse: Aktuell zählen sie 106 Mitglieder, davon 27 Mädchen. Im Jahr zuvor waren es 92. Und auch die Kindergruppe der Ortswehr Ganderkesee konnte ihre Mitgliederzahl steigern. Ihr gehörten am 1. Januar 2017 insgesamt 16 Jungen und sechs Mädchen im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren an.

Zu den Altersabteilungen der sechs Ortswehren gehören 143 Mitglieder. Der Musikzug der Ortswehr Ganderkesee zählt aktuell 23 Frauen, zehn Männer, acht Mädchen und neun Jungen.

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Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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