WINKELSETT Menschenrettung und Löschen eines größeren Feuers in ei-nem leeren Putenstall mit Sicherung von Nebengebäuden standen am Mittwochabend im Mittelpunkt einer gemeinsamen Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehren Beckeln, Harpstedt und Colnrade. Das Szenario: Um ein bei Reinigungsarbeiten ausgebrochenes Feuer in dem neuen Putenstall zu bekämpfen, musste eine Löschwasserversorgung aufgebaut werden, wozu Verkehrssicherungsmaßnahmen nötig waren. Drei Arbeitskräfte im Stall galten als „vermisst“. Durch starken Wind drohte ein Übergreifen auf einen zweiten Putenstall und eine Strohlagerhalle.

Um 18.45 Uhr wurden die beteiligten Feuerwehren alarmiert. Die Leitstelle in Ganderkesee nannte den Einsatzfahrzeugen das „brennende Objekt“ in Winkelsett an der Samtgemeindeverbindungsstraße Winkelsett-Wohlde. Beckelns Ortsbrandmeister Werner Bahrs ordnete bereits auf der Anfahrt an, dass die Gruppe auf dem Löschgruppenfahrzeug LF 8 eine Löschwasserversorgungsleitung von der K 5 in Richtung Putenställe verlegt. An der Kreisstraße hatte Betriebsinhaber Hermann Hartlage einen Unterflurhydranten einbauen lassen müssen; die Leistungsfähigkeit dieser Löschwasserentnahmestelle sollte getestet werden. Bis auf den Betriebshof mussten gut 450 Meter B-Druckschläuche verlegt und zur Druckverstärkung eine Tragkraftspritze eingebaut werden. So wurden die beiden Tanklöschfahrzeuge aus Beckeln und Colnrade versorgt und Löschwasser zur Vermeidung der Brandausbreitung aufs Nachbargebäude gestellt.

Einsatzkräfte hatten zwischenzeitlich mit der Menschenrettung begonnen. Atemschutzgeräteträger wurden eingesetzt, weil der große Stall mittels Nebelmaschine total vernebelt worden war. Die Vermissten im Gebäude zu finden, war aufgrund der Gebäudegröße ein langwieriges Unterfangen. Ein Trecker mit Siloentnahmegerät stand mitten im Gebäude. Gerade dort hielt sich einer der „Vermissten“ auf, die übrigens die Feuerwehr Twistringen stellte.

Der Schlauchwagen der Harpstedter Wehr verlegte eine zweite B-Druckschlauchleitung von einer Zisterne in Winkelsett für Löschwasser für die Brandbekämpfung und zur Abriegelung zum Nachbarstall. Die Besatzungen des TLF 16/25 und des LF 16/20 übernahmen den Schutz der Strohlagerhalle.

Beobachter der von Beckelns stellv. Ortsbrandmeister Dieter Spreen ausgearbeiteten Übung waren Kreisbrandmeister Andreas Tangemann und stellv. Gemeindebrandmeister Frank Bollhorst. Tangemann hatte dann auch einige Anmerkungen zum Ablauf der Übung. Zu beobachten ist immer wieder, dass mit den Fahrzeugen zu dicht an Gebäude gefahren wird, wenn es nicht brennt und keine Gefahr für Fahrzeuge und Einsatzkräfte erkennbar ist. Intern gilt es, diese Dinge nun bei Ausbildungsdiensten aufzuarbeiten. Gedankt wurde der Familie Hartlage für die Bereitstellung des Objekts. Eine sichere Löschwasserversorgung wurde bestätigt, da letztlich genügend Löschwasser auf dem Gelände ankam.

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