Dingstede Es sind Momente, die so schnell niemand vergisst. Im Oktober vor zwei Jahren erlitt ein langjähriger Mitarbeiter des Golfclubs Oldenburger Land beim Fahren auf einem Aufsitzrasenmäher einen schweren Herzinfarkt und rollte mit der Maschine in einen Teich. Nur dem couragierten Einsatz zweier Golfspieler, die ihn aus dem Wasser zogen und sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begannen, war es zu verdanken, dass er den Unfall überlebte.

Britta Köhler, Mitarbeiterin des Golfclubs in Dingstede, zog daraus Konsequenzen. Sie wollte es nicht dem Zufall überlassen, dass im Falle eines Falles zufällig wieder ausgebildete Ersthelfer zugegen sind, sondern etwas dafür tun. Noch im selben Jahr organisierte sie Erste-Hilfe-Kurse auf dem Clubgelände. „Damals nahmen über 40 Mitglieder daran teil“, erinnert sie sich. Alle zwei Jahre, so lautete damals der Vorsatz, sollte künftig dieses Angebot wiederholt werden. Denn erfahrungsgemäß ist es häufig die eigene Unsicherheit, die Menschen im Ernstfall vom Helfen abhält.

Der Golfclub hat sein eigenes Versprechen gehalten. In diesem Monat fanden erneut vier Erste-Hilfe-Kurse statt. „Diesmal haben sogar 64 Mitglieder und Mitarbeiter mitgemacht“, freut sich Britta Köhler. Das das nicht selbstverständlich ist, zeigte ein früherer Versuch, solche Kurse anzubieten, bei dem nur fünf Mitglieder teilnahmen.

Wie schon 2016 war es Gunda Geisler von den Maltesern in Sandkrug, die jetzt die Schulung leitete. Die richtigen Handgriffe und Techniken zeigte die Expertin anhand einer Puppe. Bereits seit Juni dieses Jahres verfügt der Golfclub Oldenburger Land außerdem über einen Defibrillator mit Notruffunktion. Im Ernstfall sendet das Gerät automatisch ein Signal an die Großleitstelle Oldenburg, die dann umgehend einen Rettungswagen entsenden kann.

Das moderne Rettungsgerät verfügt über weitere Fähigkeiten: Mit dem Gerät lässt sich im Ernstfall eine Sprechfunkverbindung zum Rettungsdienst herstellen. Über diese Verbindung können die Mitarbeiter der Notrufzentrale während des Notfalls mit den Ersthelfern kommunizieren und Anweisungen bzw. Ratschläge für die weitere Vorgehensweise vor Ort geben.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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