Wildeshausen /Landkreis Am Montag hatte die Feuerwehr alle Hände voll zu tun, am Dienstag dann standen bei den Versicherungen in Wildeshausen die Telefone kaum noch still. Das Orkantief „Christian“ hat ein Trümmerfeld hinterlassen: Entwurzelte Bäume, beschädigte Autos, Vordächer und Markisen, ganz zu schweigen von den unzähligen Ästen und Zweigen, die überall herumlagen. Die Wehren ziehen Bilanz:

In Großenkneten war die Feuerwehr am Abend bis 22 Uhr im Einsatz. Auf der Bahnstrecke zwischen Oldenburg und Osnabrück von Großenkneten bis nach Emstek musten etwa acht umgestürzte Bäume entfernt werden, berichtet Gemeindebrandmeister Carsten Rönnau. Den Tag über hatte es in der Gemeinde etwa 20 Einsätze gegeben. Am Abend waren außerdem drei Bäume in Sage auf die Straße gefallen. Auch am Dienstag gab es für die Wehr noch viel aufzuräumen: Heruntergefallene Äste und Baumkronen mussten entfernt werden.

Gegen Mitternacht waren in Ostrittrum zwei Eichen auf ein Wohnhaus gestürzt – es habe dabei aber keine Beschädigungen gegeben, so Jannes Wilgen von der Dötlinger Feuerwehr. Drei Bäume waren außerdem im Bereich Busch auf die Bahnstrecke gestürzt, die Wildeshauser und die Dötlinger Wehren haben sie gemeinsam entfernt.

In Kirchseelte in der Samtgemeinde Harpstedt ist ein mächtiger Baum auf ein Wohnhaus gefallen – die Feuerwehr habe nichts ausrichten können. Eine Spezialfirma müsse sich um den Baum kümmern, so Christian Bahrs von der Harpstedter Samtgemeindefeuerwehr.

Wildeshausens Ortsbrandmeister Hermann Cordes berichtet neben einem guten Dutzend Einsätzen wegen umgestürzter Bäume auch von Baumkronen, die abgebrochen, aber nicht heruntergestürzt waren. Die Wildeshauser Einsatzkräfte mussten einige Baumkronen und Äste absägen.

Erwischt hat der Sturm auch das Baugerüst am Hallenbad in Wildeshausen: Der Sturm hatte es umgerissen, etwa 20 Arbeiter wurden am Montag von der Baustelle abgezogen. Schon am Dienstag war das Gerüst wieder aufgerichtet worden. Mit Aufräumarbeiten beschäftigten sich auch die Geschäftsleute, unter anderem die Mitarbeiter vom Pflanzenhof Schachtschneider in Aschenstedt.

Mit den Schäden hatten natürlich auch die Versicherungen zu tun. Zu beklagen hatten die Bürger Beschädigungen vor allem an Häusern, an Sichtschutzelementen und im Garten, berichtet Elke Dieks von der Öffentlichen Versicherung in Wildeshausen – die Bürger riefen reihenweise an. „Am Vormittag kam der Ansturm. Vieles ist heute ja erst festgestellt worden“, so Dieks am Dienstag.

Unterschiedlich war die Lage an den Bahnhöfen. So wies die Nordwest-Bahn am Dienstag darauf hin, dass die Bahnstrecke von Bremen nach Oldenburg zunächst noch komplett gesperrt war. Im Wildeshauser Bahnhof hatte sich mittags die Lage an der Strecke Delmenhorst-Vechta bereits normalisiert.

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Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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