Wardenburg „Die Fußgänger waren so plötzlich da. Ich habe sie überhaupt nicht gesehen“, sagt Lea Hemmels-kamp. Und schon ist der Unfall passiert. Kein Wunder bei 0,8 Promille. Hätte sie schneller reagiert, hätte Lea den Unfall vermeiden können. In Wirklichkeit ist der Zusammenstoß gar nicht geschehen, aber Lea hat hautnah erlebt, wie es ist, wenn eine Droge die Reaktion verzögert und das Blickfeld einengt.

Möglich machen es die Rauschbrille und ein Fahrsimulator, die Verkehrssicherheitsberater Rolf Quickert von der Polizei Wildeshausen in die Klasse 10b der Integrierten Gesamtschule Am Everkamp in Wardenburg mitgebracht hat. Mit dem Programm „Don’t drug and drive“ führt er den Jungen und Mädchen vor Augen, was geschehen kann, wen man zugedröhnt am Steuer sitzt.

„Zuerst ist das ja ganz lustig mit der Brille“, berichtet Lea. „Aber wenn man sieht, wie schrecklich das enden kann, sollte man sich nie betrunken ans Steuer setzen.“ Klar, den Führerschein wollen alle Schüler so schnell wie möglich machen. Rolf Quickert empfiehlt ihnen, sich für das begleitete Fahren anzumelden, weil das sich positiv auswirke. Denn noch immer halten die jungen Fahrer den Spitzenplatz in der Unfallstatistik.

In der 10b will der Polizist vor allem auf die Wirkung von Drogen aufmerksam machen. Denn dass sich manche im Körper nur langsam abbauen oder die Lichtempfindlichkeit steigern, ist vielen gar nicht bewusst. „Die Droge macht mit dir, was sie will, nicht, was du willst“, sagt er.

Das erfährt auch Jannis Gehl bei seiner virtuellen Testfahrt. Er gibt wenig Gas und schaffte es trotz Rauschbrille, einen Unfall knapp zu vermeiden. Er meint, dass die Doppelstunde mit Rolf Quickert wichtig war. Dieser rät zum Schluss: „Legt euch keine Steine in den Weg, die ihr nur schwer wieder wegkriegt. Sonst wird es nichts mit dem Führerschein.“

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