Hude Für eine Neuauflage des Bürgerfestes in 2014 gibt es Hoffnung. Bürgermeister Axel Jahnz kündigte an, sich mit dem Gewerbe- und Verkehrsverein „konstruktiv“ an einen Tisch setzen zu wollen, um eine Lösung zu finden. „Wir sind jederzeit gesprächsbereit und wollen die Diskussion versachlichen“, so Jahnz.

Analyse steht noch aus

Die Gemeindeverwaltung werde in Kürze zu einem Treffen einladen, bei dem die noch ausstehende gemeinsame Analyse des Anfang September über die Bühne gegangenen Festes vorgenommen werden soll. Auf diese Vorgehensweise habe man sich bei der letzten Zusammenkunft am 13. August verständigt, betonte Jahnz. Umso „irritierter“, so Fachbereichsleiter Uwe Schubert, sei man gewesen, als der Gewerbe- und Verkehrsverein per E-Mail vom 10. September darauf gedrängt habe, dass Ergebnisse noch bis zu seiner für den 24. September vorgesehenen Mitgliederversammlung vorliegen müssten. Das habe sich wegen der Urlaube von Jahnz und Schubert jedoch nicht realisieren lassen. Dies habe man dem Verein so mitgeteilt. Dass dieser dennoch am 24. September beschlossen hat, nicht mehr als Ausrichter des Bürgerfestes zur Verfügung zu stehen, hat die Verwaltung „überrascht“.

Party beim Bürgerfest: Spätestens um 3.30 Uhr muss mit dem Feiern vor der Bühne aber Schluss sein. BILD: Archiv

Polizei: Sperrstunde ist angemessen

Die Regelungen zur Sperrstunde bei den Abendveranstaltungen zum Bürgerfest und zur „Italienischen Nacht“ hält die Polizei für angemessen. In der jüngsten Mitgliederversammlung des Huder Gewerbe- und Verkehrsvereins hatte es Kritik an den Zeiten gegeben (die NWZ  berichtete).

Vorgegeben ist laut Ordnungsamt, dass die Musik um 3 Uhr leiser gedreht, um 3.30 Uhr abgestellt und 4 Uhr der Alkoholausschank beendet werden muss. „Das ist für Hude mehr als ausreichend“, meint der stellvertretende Leiter der Polizeistation, Jürgen Baltrock.

Der Unmut des Gewerbe- und Verkehrsvereins konzentriert sich – wie berichtet – darauf, dass der Bereich zwischen Königstraße und Lindenstraße nicht mehr zur Veranstaltungsmeile gehört. Jahnz pocht darauf, dass die Zu- und Abfahrten für Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei frei gehalten werden müssen. „Die Verantwortung liegt bei mir. Ich möchte nicht vor Gericht erklären müssen, warum bei einem Rettungseinsatz wertvolle Zeit unnötig verloren gegangen ist“, sagte der Bürgermeister.

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Schlüsselerlebnis 2011

In seiner Haltung bestärkten ihn jetzt Vertreter von DRK, Feuerwehr und Polizei. „Im Notfall zählt jede Sekunde“, betonte der Leiter der DRK-Rettungswache, Bernd Punschke. 2011 habe es ein „Schlüsselerlebnis“ gegeben, als Flohmarkt-Teilnehmer mit ihren Ständen die DRK-Ausfahrt blockierten und zwei Rettungsdienst-Einsätze massiv behindert hätten. Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf pflichtete ihm bei: „Eine Verzögerung in der Ausrückzeit ist nicht hinnehmbar.“ Es müsse sichergestellt sein, dass die Feuerwehrleute mit ihren Privatwagen so schnell wie möglich das Feuerwehrhaus erreichen können. Der stellvertretende Leiter der Polizeistation Hude, Jürgen Baltrock, erklärte, dass das Verteilen von Strafzetteln und das Abschleppen von Autos keine Lösung darstellt, wenn schnelles Handeln gefragt ist.

DRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Vosteen brachte die Haltung der Rettungsdienste auf den Punkt: „Wir haben ein Interesse an der Fortsetzung des Bürgerfestes. Aber wir haben auch ein Interesse an freien Rettungswegen. Beides muss machbar sein.“

Bürgermeister Axel Jahnz kündigte an, dass DRK, Feuerwehr und Polizei auch an einem weiteren Gespräch mit dem Gewerbe- und Verkehrsverein beteiligt sein werden. Er zeigte sich zuversichtlich, dass auch 2014 ein Bürgerfest gefeiert werden kann.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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