Altmoorhausen Auf ein arbeitsreiches Jahr blickte anlässlich der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Altmoorhausen der Ortsbrandmeister Andreas Wicht zurück: „Im Jahr 2017 war wirklich alles dabei, was man sich in der Feuerwehrarbeit vorstellen kann.“

Besonders die zahlreichen Einsätze waren eine Herausforderung für die 53 aktiven Feuerwehrkameraden der Altmoorhauser Wehr. Gleich zu Beginn des vergangenen Jahres wurden die Kameraden bei dem größten Einsatz seiner Art der vergangenen 20 Jahre im Landkreis Oldenburg gefordert. Sie wurden zu einem großen Gefahrguteinsatz im angrenzenden Gewerbegebiet gerufen.

Doch auch unglaublich viele Sturmeinsätze hatten die Kameraden zu bewältigen. Dabei bewährte sich jedoch auch gleich der neue Einsatzleittisch im Feuerwehrhaus. Von dort aus konnten die vielen Einsätze koordiniert werden. Aber auch acht schwere Verkehrsunfälle galt es im vergangenen Jahr abzuarbeiten, genauso wie Brandeinsätze und weitere Hilfeleistungen.

Insgesamt kam die Feuerwehr Altmoorhausen so auf 95 Einsätze in 2017, die mit 1397,67 Stunden zu Buche schlugen. Hinzu kamen zahlreiche Übungsdienste und Lehrgänge mit 5234,15 Stunden, was zu einer Gesamtsumme von 6631,82 Stunden ehrenamtlicher Arbeit der Feuerwehrleute führte, wie Wicht präsentierte.

Dieses große Engagement lobte der Huder Bürgermeister Holger Lebedinzew in seinen Grußworten an die Kameraden. Er wies darauf hin, dass das, was die Feuerwehrleute machten, nicht jeder könne und in der heutigen Zeit, in der jeder unter einem enormen Leistungsdruck stehe, nicht selbstverständlich sei. Um gute Feuerwehrarbeit leisten zu können, erfordere es eine ständige Aus- und Weiterbildung. Er appellierte an die Kameraden, auch weiterhin zahlreich zu den Übungsdiensten zu erscheinen.

Um den Feuerwehrleuten die Arbeit zu erleichtern und das Miteinander zu verbessern, wurde in der Gemeinde Hude ein Fragebogen zur Zufriedenheit in der Feuerwehr erstellt, der von allen Kameraden anonym ausgefüllt und abgegeben werden kann. Eine solche Aktion habe es noch nie gegeben und man sei stolz darauf, so etwas in Hude umsetzten zu können.

Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf zeigte sich ebenfalls stolz auf seine Huder Feuerwehrangehörigen, die im vergangenen Jahr ein großes Einsatzspektrum absolviert hatten.

Sturm Xavier war im vergangenen Jahr eine starke Naturgewalt, die allein im Landkreis Oldenburg für 1200 Einsätze sorgte. Leider lief der Großteil der Einsätze nicht über die Großleitstelle in Oldenburg, wie Hattendorf ausführte. Denn die war wegen Überlastung zwei Stunden lang nicht zu erreichen. Hier erhofft er sich noch Verbesserungen. Aber die Huder Kameraden hatten ihre Führungsstellen besetzt und konnten alle Einsätze bestmöglich koordinieren.

Unter den 202 Aktiven in der Gemeinde Hude sind zu Zeit auch 87 Atemschutzgeräteträger, was eine beeindruckende Zahl sei, auf der man sich aber nicht ausruhen sollte, so Hattendorf. Er wünschte den Kameraden, immer gesund von ihren Einsätzen zurück zu kommen. Erst Anfang Januar waren beim Orkantief Friederike zwei Feuerwehrleute im Einsatz ums Leben gekommen. Als Zeichen der Anteilnahme befindet sich an allen Huder Feuerwehrfahrzeugen Trauerflor.

Aber auch auf die kommenden Monate wurde bereits ein Blick geworfen. Noch in diesem Jahr möchte die Feuerwehr einen neuen Mannschaftstransportwagen anschaffen. Mit etwas Glück könnte der VW Bus noch vor Weihnachten ausgeliefert werden, verriet Andreas Wicht. Auch ein neuer Anhänger soll angeschafft werden.

Gute Nachrichten brachte Birthe Meidl von der Öffentlichen Versicherung. Sie sagte ein Überweisung in Höhe von 300 Euro zu, anstelle des obligatorischen Schecks. Auch Meidl betonte, dass es nicht selbstverständlich sei, dass Menschen ihre Freizeit und Gesundheit für andere opferten.

Und auch über weitere Präsente konnten sich die Kameraden freuen. Heinz Schütte übergab zwei Bilderrahmen mit einem Feuerwehrfahrzeug und Kameraden aus den sechziger Jahren. Der Förderverein der Altmoorhauser Wehr überreichte zwei Teleskopsägen, die nun bei Einsätzen genutzt werden können

Im weiteren Verlauf der Versammlung standen die Wahl des Ortsbrandmeisters und seines Stellvertreters auf der Tagesordnung. Andreas Wicht und sein Stellvertreter Stephan Schütte stellten sich zu Wiederwahl. Beide wurden einstimmig, bei je einer Enthaltung, wieder gewählt. Wenn der Gemeinderat dieser Wahl zustimmt, sind beide für weitere sechs Jahre in ihren Ämtern. Zum Kassenprüfer für 2018 wurde Maik Huntemann gewählt.

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