Ahlhorn /Landkreis „Heute können wir deutschlandweit eine Premiere hier in Ahlhorn feiern“, betonte Siegfried Bluhm, Leiter des Straßenverkehrsamtes beim Landkreis Oldenburg. Vertreter des Landkreises, des Malteser Hilfsdienstes, der Johanniter-Unfallhilfe und der Verkehrswacht stellten am Samstag in der neuen Wache der Johanniter-Unfallhilfe in Ahlhorn die Erweiterung des Verkehrssicherheitskonzeptes im Landkreis Oldenburg vor.

Landkreis übernimmt die Kosten

Wer sich angesprochen fühlt von dem neuen Angebot, kann die Termine für die Erste-Hilfe-Kurse während der Fahrtrainings erfahren oder bei den beteiligten Volkshochschulen (Ganderkesee, Wardenburg, Wildeshausen) nachfragen.

Für die Teilnehmer sind die Überprüfungen der Gesundheit sowie die Teilnahme am Erste-Hilfe-Kursus übrigens kostenlos, denn die entstehenden Kosten werden vom Landkreis Oldenburg getragen. Die Teilnehmer erhalten eine Urkunde und können an einer Verlosung der Verkehrswacht teilnehmen - vorausgesetzt, die Beratungen wurden auf dem Vordruck „Gesundheits-Check“ vollständig bestätigt.

Für das Jahr 2018 sind sechs Termine in Ganderkesee, fünf Termine in Wildeshausen und vier Termine in Huntlosen geplant. Das erste Fahrtraining beginnt am 18. April auf dem Trainingsplatz in Ganderkesee.

Infos unter www.landesverkehrswacht.de/verkehrswacht-für-den-landkreis-oldenburg-html

„Fahrtraining für Personen 65 Jahre und älter“ seit Mai 2017 und die aktuelle Erweiterung um ein „Gesundheitspaket“ gehören jetzt zu dem Konzept, das bislang schon das Fahrsicherheitstraining der 17- bis 25-jährigen Fahranfänger beinhaltete.

„Wir sind der erste Landkreis, der so ein Programm in diesem Umfang umsetzt“, sagte Bluhm nicht ohne Stolz. Hintergrund sei die immer wieder zu überprüfende Fahrtüchtigkeit der Verkehrsteilnehmer.

Das könnten durchaus auch schon Menschen ab 20 Jahren sein. Gedacht sei aber der Doppelpack „Fahrtraining“ und „Gesundheitspaket“ vorwiegend für am Straßenverkehr aktiv teilnehmende Menschen ab 65 Jahre und älter.

„Jeder Pkw muss alle zwei Jahre zum TüV, Die Fahrer nicht. Da aber gerade Ältere so lange wie möglich, besonders auf dem flachen Land, mit dem eigenen Fahrzeug mobil bleiben möchten, bietet sich die Teilnahme geradezu an“, sagte Bluhm.

Peter Wildbredt von der Verkehrswacht ergänzte: „Das Projekt haben wir schon vor drei bis vier Jahren angedacht. Es setzt auf die Freiwilligkeit. Deshalb machen sie alle Reklame für eine Teilnahme.“

Was das spezielle Fahrtraining angeht, haben bislang fast 80 Personen auf den jeweiligen Trainingsplätzen beim Flugplatz in Ganderkesee, auf dem Krandelplatz in Wildeshausen sowie auf dem Dorfplatz in Huntlosen teilgenommen.

Nun kommt das „Gesundheitspaket“ hinzu. Dazu gehört neben dem Erste-Hilfe-Kursus die Möglichkeit, in Apotheken Medikamente auf ihren Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit überprüfen zu lassen. Auch kann bei Optikern die Sehfähigkeit und bei Akustikern die Hörfähigkeit überprüft werden. Die jeweiligen Anschriften der Geschäfte werden an den Übungstagen bekanntgegeben.

Die Erste-Hilfe-Kurse werden von den Johannitern und künftig auch vom Malteser-Hilfsdienst in verschiedenen Außenstellen im Landkreis Oldenburg organisiert. Den Auftakt machten nun die Johanniter am Samstagmorgen in der neuen Wache in Ahlhorn. Nach der Begrüßung der neun Kursteilnehmer durch Fachbereichsleiter Dimiter Dikov frischte Kursleiterin Brigitte Eschen das Wissen für die Erstversorgung in dem etwa dreistündigen Lehrgang auf.

„Es werden darin aber auch der Umgang mit Defibrillator und die Ersthilfe in Notfällen jeder Art angesprochen“, betonte die Kursleiterin.

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