Dötlingen Für 16 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren sind die ersten beiden Wochen der Sommerferien etwas Besonderes: Sie haben einen der begehrten Plätze der „Themenwochen“ im Jugendhaus in Dötlingen ergattert. „Die Plätze wurden im Januar ausgeschrieben und waren nach eineinhalb Tagen vergeben“, berichtet Jochen Wecker, Jugenddiakon der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Dötlingen.

Thema Zeitreise

Das übergeordnete Thema ist in diesem Jahr „Zeitreise“. Dazu wurde im Jugendhaus eine „Zeitmaschine“ eingerichtet – ein Raum mit glänzender Folienverkleidung an den Wänden. Mit ihrer Hilfe reisten die Kinder in der vergangenen Woche in die Steinzeit. Anschließend ging es in die Zeiten der Römer und Germanen sowie ins Mittelalter. Dabei stand auch ein Ausflug nach Kalkriese, Ausgrabungsstätte der Varusschlacht zwischen Römern und Germanen, auf dem Programm. „Dort konnten die Kinder Kostüme anprobieren und Archäologie für Anfänger betreiben“, sagt Wecker. Am Montag wurde über den Nationalsozialismus gesprochen. Außerdem geht es noch um einen Blick in die eigene Zukunft und darum, wie Dötlingen in 100 Jahren aussehen wird. Am Donnerstag steht ein Ausflug ins Schwimmbad auf dem Programm, ehe am Freitag der gemeinsame Abschluss mit den Eltern folgt.

Die Kinder, die von 7.30 bis 16 Uhr spielen und viele neue Dinge ausprobieren können, haben Spaß: „Ich frühstücke gerne gemeinsam mit den anderen. Besonders gut gefällt mir der Kartoffeldruck und der Linoldruck“, erzählt die neunjährige Milena Unger aus Busch. Die Kinder haben gelernt, mithilfe dieser beiden Verfahren Bilder auf ein Blatt Papier zu drucken. „Jedes Kind druckt mehrere Bilder. Die Bilder von allen Kindern werden am Ende zu mehreren Heften zusammengebunden, so dass jedes Kind am Ende ein Heft mit jeweils einem Bild von jedem Teilnehmer mitnehmen kann“, erklärt Wecker.

Gemeinsame Rituale

Neben dem gemeinsamen Frühstück gibt es in den zwei Wochen noch viele weitere Rituale. Die Kinder essen gemeinsam Mittag und machen danach zusammen Pause. Drei jugendliche Betreuer sowie drei Erwachsene sorgen für die Einhaltung dieser Pläne. „Es macht Spaß zu sehen, wie die Gruppe dabei zusammenwächst“, sagt die 16-jährige Andrea Grashorn aus Neerstedt: „Zudem sind die Kinder alle lieb und es macht Spaß, mit ihnen etwas zu unternehmen.“ Auch Mark Gammersbach aus Aschen­stedt findet gut, „dass alle etwas zusammen machen“, berichtet der Elfjährige und ergänzt: „Ich spiele gerne mit den anderen Fußball.“


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Nils Coordes Redakteur / Online-Redaktion
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