Von Markus Minten

Frage: Herr Pospiech, andere Jugendliche und junge Erwachsene machen einen großen Bogen um zusätzliche ehrenamtliche Arbeit. Warum engagieren Sie sich im Beirat des Jugendzentrums „Treff“?

Pospiech: Das hat sich bei mir im Laufe der Jahre ein bisschen gewandelt. Als ich neu war im Beirat, wollte ich die Stimme sein und Ideen, die ich hatte, umsetzen. Mittlerweile gab es hier einen Generationswechsel. Viele der „alten Garde“ sind weggegangen, viele neue gekommen. Die möchte ich jetzt vor allem heranführen an die Arbeit des Beirats.

Frage: Welche Aufgaben hat der Beirat überhaupt?

Pospiech: Sowohl die Leiter als auch die Jugendlichen im „Treff“ setzen sehr stark auf Kommunikation. Oft haben die Jugendlichen spezielle Wünsche, wollen sich in eine Richtung ausleben. Wir sind dafür da, die Wünsche aller Jugendlicher gegenüber dem Jugendzentrum und der Gemeinde zu vertreten. Im Jahr kommen wir zu mindestens zwei Sitzungen zusammen. Ich muss aber auch gestehen, dass wir in der Vergangenheit etwas inaktiv waren und künftig mehr machen wollen.

Frage: Woran mangelt es denn im „Treff“ besonders?

Pospiech: Was mir persönlich immer gefehlt hat, sind Abendveranstaltungen. Da haben wir im vergangenen Jahr mit einem von Nina-Verena Müller organisierten Disco-Karaoke-Abend einen guten Anfang gemacht. Das ist etwas, auf das ich mich mit meinen Mitstreitern im Beirat stürzen möchte.

Frage: Und was bringt Ihnen Ihr Engagement persönlich?

Pospiech: Ich denke, man knüpft Kontakte und Freundschaften über die Grenzen des Jugendzentrums hinaus. Dann dient das ganze sicher auch dem viel beschworenen Teamgeist, oder neudeutsch Soft Skill. Für mich, ich habe gerade ein Studium begonnen, erhoffe ich mir auch ein bisschen Anleitung in Sachen praktische Organisation.

Frage: Hatten Sie Probleme, andere Jugendliche für die Arbeit im Beirat zu begeistern?

Pospiech: Nein, die haben sich freiwillig und ganz schnell gefunden. Und das macht mir auch Hoffnung, weil ich mir vorgenommen habe, Jugendliche mehr für das Vereinsleben zu begeistern.

Ausschuss sagt Ja zur Drittkraft

Der Ausschuss für Soziales und Gesellschaft hat der Besetzung des Beirats für das Jugendzentrum „Treff“ mit Birger Timm Kathmann, Nils Schneidereit, Lucas Sebastian Burk und Dennis Pospiech zugestimmt. Die Berufung erfolgt durch den Gemeinderat am 9. Februar.

Zudem sprach sich der Ausschuss dafür aus, befristet bis Mitte 2007 für die altersübergreifenden Gruppen in den Kindertagesstätten zusätzlich 20 Wochenstunden für den Einsatz einer Drittkraft bereitzustellen (35 000 Euro für 2006 und rund 17 500 für 2007). Über einen FDP-Antrag, keine weiteren altersübergreifende Gruppen und stattdessen bedarfsorientiert Krippenplätze zu schaffen, wollen die Fraktionen beraten.

Schließlich gab der Ausschuss grünes Licht für die Bezuschussung des Neubaus einer Garage auf dem Gelände der „Alten Schule Bookhorn“ durch die DLRG in Höhe von 7500 Euro (Gesamtkosten rund 41 500 Euro) und den Kauf des Schießhallengrundstücks durch den Schützenverein Bergedorf (4600 Euro).

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