WILDESHAUSEN Von einem „Zimmer“ wollte Schulleiter Ralf Schirakowski nicht mehr sprechen. „Es ist endlich ein Raum, der die Möglichkeit bietet, sich in Pausen zu erholen und Fachgespräche unter Kollegen zu führen“, meinte er. Nach knapp viermonatiger Umbauphase bezog das Kollegium des Wildeshauser Gymnasiums am Dienstag offiziell sein neues Lehrerzimmer. Die Erweiterung sei dringend notwendig geworden, weil sich die Zahl der Fachkräfte in den vergangenen vier bis fünf Jahren nahezu verdoppelt hat, betonte Schirakowski.

In den Herbstferien hatten die Bauarbeiten im ersten Stock des Schulzentrums begonnen. Der Raum wurde von 100 auf nunmehr 190 Quadratmeter erweitert, wie Architektin Christiane Grüter sagte. Ein leuchtend roter Teppich, grün gepolsterte Stühle und Fenster zu drei Seiten sorgen für ein freundliches Ambiente. Der Landkreis als Schulträger habe 190 000 Euro investiert, sagte Landrat Frank Eger. Er kündigte als nächsten Schritt die Sanierung des Flachdachs an.

Schulleiter Ralf Schirakowski bedankte sich ebenso wie Eger und Bürgermeister Dr. Kian Shahidi bei Lehrern, Eltern und Schülern, die die Umbauphase mit Geduld und Engagement ertragen hätten. Nun könnten die Lehrer den Raum einrichten: „Wir freuen uns auf die neue Herberge.“

Ein besonderer Dank ging an Konrektor Wolfgang Däubler und sein Team mit Irene Lückert, Gaby Tipper und Carsten Bruhns, die zusätzliche organisatorische Aufgaben übernommen hatten. Personalratsvorsitzende Heike Schaal bedankte sich im Namen des Kollegiums mit einem Wein-Präsent. Blumen überreichte sie an die Sekretärinnen Inge Jakobs und Astrid Lalla. Auch dass Hausmeister Jörg Buchhop für viele kleine und große Arbeiten zur Stelle war, blieb nicht unerwähnt. Schirakowski: „Bei solch’ einem Team muss mir um die Zukunft nicht bange sein.“

Als Vertreterin der Elternschaft nahm Marina Dierks an der kleinen Feierstunde teil. Majken Hjortskov, Anna Holzbergel, Matthias Saathoff und Lisa-Marie Kramer kamen für die Schülervertretung ins neue Lehrerzimmer.

Landrat Frank Eger wies darauf hin, dass das Wildeshauser Gymnasium im Wettbewerb mit anderen Schulen ausgesprochen gut dastehe. Bis zum Jahr 2010 verbaue der Landkreis Oldenburg 50 Millionen Euro an den Schulen. Bürgermeister Shahidi („Ich fühle mich hier zuhause“) forderte vom Landkreis dagegen zusätzliches Engagement im Schulzentrum Humboldtstraße. „Am Standort muss etwas geschehen. Ich möchte den Schülern nicht länger zumuten, in Containern ausgebildet zu werden“, spielte er auf die Raumnot an.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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