Wildeshausen Mal etwas ganz anderes als der tägliche Unterricht war das Projekt „Hörspiel in der Schule“, an dem sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Wildeshausen am Mittwoch beteiligt haben. Als eine von 50 Klassen aus ganz Norddeutschland wurde die 6a des Gymnasiums dafür ausgewählt. Für das Projekt des Norddeutschen Rundfunks gingen über 570 Bewerbungen ein, berichtete Klassenlehrerin Dr. Petra Schönemann-Behrens.

Das Hörspiel, das die Schülerinnen und Schüler am Mittwoch gemeinsam mit Redakteuren vom Kinderradio „Mikado“ produzieren durften, trug den Titel „Ausflug ins Grauen“. Etwa zwei Wochen vor dem Aufnahmetermin traf das Skript zum Hörspiel im Gymnasium Wildeshausen ein. So konnten bereits die Rollen vergeben werden und die Schülerinnen und Schüler hatten Zeit, ihre Texte zu üben. Auch die ein oder andere Diskussion über die Besetzung der größten Parts habe es gegeben, berichtete Schönemann-Behrens. Schließlich konnte nicht jeder eine Hauptrolle bekommen. Eine Sprechrolle gab es aber dennoch für alle 29 Mitglieder der Klasse, betonte sie.

„Den Titel fand ich am besten“, meinte die elfjährige Franziska. „Mir hat gefallen, wie wir draußen so richtig rumschreien durften“, fügte Sophie hinzu. Gemeinsam erklärten sie die Handlung der Geschichte: Eine Schulklasse ist zu einem Ausflug auf einem Campingplatz in „Scary Mountain“ unterwegs. Anstatt auf ihre Lehrerin trifft die Klasse dort auf eine fremde Frau, die in der Nacht drei der Kinder aus ihren Zelten entführt. Daraufhin brechen ihre Mitschüler zu einer abenteuerlichen Rettungsmission auf.

Etwa neun Minuten lang sollte das fertige Hörspiel am Ende sein. Hörspielregisseurin Janine Lüttmann unterstützte die Klasse bei der Produktion. Nicht nur das Gesprochene, sondern auch einige Geräuscheffekte wie rasselnde Ketten und flatternde Fledermausflügel konnten die Schülerinnen und Schüler selbst erzeugen. Das kam bei den Kindern besonders gut an: „Ich fand toll, dass uns gezeigt wurde, wie man verschiedene Geräusche selber macht“, freute sich der elfjährige Phil. Damit das fertige Produkt am Ende des Tages direkt bestaunt werden konnte, war Lüttmanns Kollege Alexander Gerhardt schon während der Aufnahme mit dem Schnitt beschäftigt. Dabei durften ihm auch die Schülerinnen und Schüler über die Schulter schauen.

Im Januar 2014 nahm Schönemann-Behrens zum ersten Mal mit einer Klasse an dem Projekt teil. Die damalige 5a produzierte das Hörspiel „Die Sache mit dem Radio – Ein neuer Fall für Tiger 4“. In diesem Jahr bewarb sie sich wieder und hatte Glück, meinte sie. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, das noch einmal zu machen“, zog die Lehrerin am Mittwoch Bilanz.


Die Hörspiele unter   www.ndr.de/hoerspielinderschule 
Jana Wollenberg Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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