Wildeshausen Die Aufgabenstellung war komplex: Es durften keine Schmiermittel verwendet werden. Die Schraubverbindungen mussten lebensmittelecht sein. Viel Gehirnschmalz kostete die Programmierung des Roboterarms. Doch am Ende lief es wie geschmiert: Ein Keks wird aus einem Magazin gestoßen, fällt auf ein Förderband, wird vom Roboterarm gegriffen und mit einem sanften Schokoüberzug versehen. Für den Bau einer voll automatisierten Keks-Glasur-Maschine bekam das Team mit Tim Brücker, Linus Busch, Robin Foelske, Timon Linnemann, Frederico A. Pastore und Lucas Pundsack viel Applaus.

„Schule trifft Wirtschaft“: Die Partner

27 Firmen waren Partner der Ausbildungsreise: Agrarforst, Atlas Weyhausen (Weycor), Auszeit, B&F Metallbautechnik GmbH, Bestattungshaus Reinke, Erxleben GmbH & Co.KG, Garms GmbH, Gebr. Sauer GmbH, Geestland, Hermes GmbH, Hoffrogge GmbH, Hoge, Hotel Gut Altona, Krankenhaus Johanneum Wildeshausen, Lamping & Reisig, Landkreis Oldenburg, Landessparkasse zu Oldenburg, Paul Schmidt GmbH, Rang Bau, Schade Maschinenbau, Scheele Erdbau, Schröder Landmaschinen KG, Schuette Treuhand AG, Stadt Wildeshausen, Team Iken, Volksbank Wildeshausen sowie Waden GmbH

Es war eines von zahlreichen gelungenen Projekten, die von Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 12 am Beruflichen Gymnasium Wildeshausen präsentiert wurden. Das Projektmanagement werde bereits ab Klasse 11 angelegt, berichtete Lehrer Ralf Röhl. „In der Klasse 12 beschäftigen sich dann alle Schwerpunkte über acht bis zehn Wochen mit komplexen Projekten.“ Die Vorbereitung erfolge in einem zweitägigen Workshop. Das Berufliche Gymnasium suche den Kontakt zu externen Auftraggebern. „Reale Projekte sind eben doch die echte Herausforderung für jede Schule“, betonte der Pädagoge. Hier die weiteren Projekte:
 Wie viel Zucker ist gesund? Im Auftrag der Gesundheitsregion entwickelten die Jugendlichen des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit ein Präventionskonzept. Es entstanden Materialen für Kinder – etwa Comic und Memory-Spiel – sowie für Lehrer und Eltern. Die Umsetzung erfolgt Ende Juni mit einem Workshop in der Wallschule.
  Schule trifft Wirtschaft 4.0 Im Auftrag der Mittelstandsvereinigung (MIT) organisierten die Schülerinnen und Schüler eine Reise zu 27 regionalen Ausbildungsbetrieben (siehe Info-Kasten). Das Ziel: Junge Menschen für eine Ausbildung in heimischen Unternehmen begeistern.
 Neuer Markenauftritt für den Verein der Freunde und Förderer der BBS: Ziel war, die Mitgliederwerbung für den Verein zu vereinfachen. Es wurde ein neuer Markenauftritt mit Logo, Werbebanner und Maskottchen entwickelt.
  Feuerwehrmann Sam: Die Gymnasiasten entwickelten einen Event zur Vorstellung der Arbeit der Jugendfeuerwehr. Dabei wurde im Lili-Servicekino der Film „Feuerwehrmann Sam“ gezeigt, anschließend gab es von der Jugendfeuerwehr auf dem Marktplatz Spiele.
 Wohnportal „Misambo“: Im Auftrag des Start-up „Misambo“, über das man den „maßgeschneiderten“ Wohnpartner finden kann, führten die Schülerinnen und Schüler eine Marktforschung durch. So fand unter anderem eine Befragung während des Wochenmarktes statt.
 Abiturentlassung 2019: Vom Fotografen bis zum Auftritt einer Band, vom Vortrag des Landrats bis zum Catering: Die Jugendlichen sollen die Entlassfeier organisieren.
 Windkraftanlagen: Zwei Schülerteams planten und konstruierten Modelle von Windkraftanlagen mit horizontalen Flügeln und vertikal angeordneten Windrädern. „Das Kniffligste ist die Stromerzeugung“, berichtete Fabian Thiel (20) vom Team mit der horizontalen Anlage. Das „Team Ventum“ habe viel Zeit in den Bau des sogenannten Savonius-Rotors aus Aluminium investiert, erzählte Jan Bellersen. Die nachhaltige Nutzung der Windkraft sei anschaulich umgesetzt worden, attestierten die Fachpraxislehrer Matthias Röttgers und Dominic Heemann. Auch die Planung und Konstruktion der Keks-Glasur-Maschine sei ein gelungenes Beispiel für angewandte Mechatronik.

„Neben der Durchführung der Projekte schreiben alle Schülerinnen und Schüler eine Facharbeit mit direktem Bezug zum Projektauftrag“, ergänzte Röhl. Für die Recherche kann eine Uni-Bibliothek genutzt werden. Die Jugendlichen des Beruflichen Gymnasiums fänden sich auch an jeder Hochschulen zurecht.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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