Wildeshausen Schüler, die mit Papierkügelchen auf US-Präsident Donald Trump werfen und ein Banküberfall mitten in Wildeshausen? Das zumindest waren die Szenen, die sich am Freitag in der Aula des Gymnasiums Wildeshausen den begeisterten Zuschauern boten.

„Wir präsentieren heute die Ergebnisse unserer ,Native Speakers Days’“, berichtete Koordinatorin Heike Schaal. Erstmals hatte das Gymnasium dieses Pilotprojekt den Achtklässlern angeboten, die nicht an einer der Sprachreisen nach Trier, Frankreich oder Spanien teilnehmen. „Da nicht alle Schüler Plätze bekommen, haben wir uns überlegt, Muttersprachler in die Schule zu holen und dabei auf die ,Mein Schulprojekt’- GmbH zurückgegriffen“, erläuterte Schaal.

Auf freiwilliger Basis nutzten 32 Schüler diese Chance. Aufgeteilt in zwei Gruppen, erkundeten sie mit Kimika Rozier aus San Diego (USA) und Jordan Harrison aus Australien die englische Kultur und Sprache. In Kleingruppen fanden Workshops statt, die vor allem den Spaß an der Fremdsprache fördern sollten – und das gelang, wie Kimi Rozier versicherte. „We had lots of fun“, so die Amerikanerin, die mit ihrer Projektgruppe eine Talkshow in bester Hollywood–Manier inszenierte. Die Schülerinnen und Schüler schlüpften dabei in die Rollen von berühmten Schauspielern, Möchtegern-Starlets – oder eben Donald Trump.

Moderiert wurde der Spaß – natürlich auch auf Englisch – von Lilly Terzic und Charlotte Fischer. „Die drei Tage haben super viel Spaß gemacht und viel gebracht“, versicherten die beiden 13 und zwölf Jahre alten Mädchen.

Ähnlich erging es der Lerngruppe, die mit Jordan Harrison unterwegs war. Sie produzierten eine „TV–Nachrichtenshow“, die über einen Überfall bei der Volksbank, einen ominösen Mord vor der Alexanderkirche und eine Flugzeugnotlandung am Burgberg berichtete.

Und wenn ein Schüler während der Projekttage doch einfach Deutsch sprach? Dann folgte der Standardspruch der beiden Native Speakers „Kann kein Deutsch, tut mir leid“ und spaßige Strafen zum Beispiel in Form eines kleinen Macarena-Tanzes.

Die Hemmungen, Englisch zu sprechen, hätten sich jedoch schnell gelegt und einige Schüler seien regelrecht aufgeblüht, sagte Schaal.

Davon konnten sich auch die Siebtklässler überzeugen, die die Präsentation in der Aula mitverfolgten und im nächsten Jahr wohl auch in den Genuss der Native Speakers kommen werden.

Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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