Wildeshausen Hunderte Wildeshauser Familien sind von den neuen Einzugsbezirken für die Grundschulen (GS) betroffen. Der Stadtrat beschloss am Donnerstagabend einstimmig die neuen Grenzen. Die Eltern aus den neuen Wohngebieten im Stadtwesten von Wildeshausen und die Eltern rund um den Lehmkuhlenweg müssen ihre Kinder künftig in die Holbeinschule einschulen und nicht mehr wie bislang in die Wallschule.

Grund für diesen Beschluss ist, dass die Stadt die Wallschule (400 Kinder) räumlich entlasten will. Sie ist eigentlich nur für vier Klassen pro Jahrgang zugelassen, wird aber schon seit längerem fünfzügig betrieben. Somit wird ab nächsten Sommer die Holbeinschule (200 Kinder) drei- statt zweizügig.

Gibt es Ganztagsschule?

CDU-Ratsherr Wolfgang Sasse brachte noch einen weiteren Aspekt ins Spiel. „Bislang hat noch keine Schule einen Antrag auf Umwandlung in eine Ganztagsschule gestellt.“ Das würde bedeuten, dass die Schuleinzugsgrenzen neuerlich geändert werden müssten. Für eine Ganztagsschule würde das gesamte Stadtgebiet als Schulbezirk gelten, so wie es jetzt schon bei der Sankt-Peter-Grundschule (200 Kinder) als katholische Bekenntnisschule ist.

Auch für Hermann Hitz (UWG) sind die neuen Schuleinzugsgrenzen nicht in Stein gemeißelt. Die jetzige Änderung sei angesichts der Probleme an der Wallschule überfällig gewesen. „Gibt es eine neue Fehlentwicklung, müssen wir die Schulgrenzen erneut ändern“, so Hitz.

Eine Folge der geänderten Schuleinzugsbezirke kann sein, dass Eltern im nächsten Sommer ein Grundschulkind zur Wallschule und eines zur Holbeinschule bringen müssen. Es besteht aber die Möglichkeit, einen Härtefallantrag zu stellen.

Entscheidung bis 2019

Jedoch ist auch klar, dass die Holbeinschule keinen Platz für eine durchgängig dreizügige Grundschule hat. Bis zum Schuljahr 2019/2020 muss eine Entscheidung fallen. Somit bleiben Stadtrat und -verwaltung unter Druck. Die Übernahme der Hunteschule ist ungewiss. Der Neubau einer Schule – eventuell mit Kita und Hort – wird weiter in der Diskussion bleiben.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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