Wildeshausen Wie können Wildeshauser Betriebe klimafreundlicher agieren? Wo lässt sich CO2 einsparen? Das haben am Montag Vertreter von neun Unternehmen aus Wildeshausen von Schülerinnen und Schülern des beruflichen Gymnasiums erfahren. Im Rahmen einer Klima-AG hatten die Jugendlichen seit den Herbstferien CO2-Bilanzen für teilnehmende Firmen erstellt. Diese hatten die notwendigen Daten zum Beispiel über Stromverbrauch, Hotelübernachtungen und Dienstfahrten ihrer Mitarbeiter geliefert.

Katharina Finke, Klimaschutzbeauftragte der Firma Hoffrogge, hatte den Jugendlichen während der letzten Monate mit Rat, Tat und der notwendigen Software zur Seite gestanden. Die Schirmherrschaft über das Projekt hat die Mittelstandsvereinigung.

Bewusstsein stärken

Hoffrogge hatte zuvor eine Software entwickelt und so auf eigene Initiative berechnet, wie viel CO2 im eigenen Unternehmen entsteht, um klimafreundlicher agieren zu können. „Wir möchten in diesem Bereich Kreise ziehen und auch andere Unternehmen für das Thema sensibilisieren.“ So begründete Finke die Entscheidung ihres Unternehmens, die eigenen Erkenntnisse mit den Schülern und anderen Firmen zu teilen. „Ohne Frau Finkes Expertise hätten wir das eine oder andere Mal die Segel gestrichen“, meinte Ralf Röhl, der die AG am beruflichen Gymnasium ins Leben gerufen hatte. „Alle haben fleißig gearbeitet“, so der Lehrer. Auch Schulleiter Jens Haar lobte das Engagement der Jugendlichen: „Es ist toll, was im letzten halben Jahr alles geleistet wurde.“

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Die Ergebnisse der Schüler fielen deutlich aus: Im Schnitt fallen etwa 70 bis 85 Prozent der CO2-Emissionen im Bereich Transport an. Davon entstehen nur etwa zehn Prozent auf dem Arbeitsweg der Mitarbeiter. Das größte Potenzial zum Einsparen von CO2 liegt für Finke in den Fuhrparks der Unternehmen. „Genau dort muss man ansetzen“, meinte sie.

Ein erster Schritt

„Wir haben es geschafft, den Begriff Klimaschutz für die Unternehmen auf reales Klimahandeln zu konkretisieren“, zog Röhl am Tag der Präsentation Bilanz. Die Vertreter der Unternehmen erfuhren auch, wo und wie sie CO2 einsparen können. Ein Maßnahmenkatalog, zur Verfügung gestellt von der Firma Hoffrogge, bewertet verschiedene Möglichkeiten nach ihrem Nutzen. Die Umstellung auf Ökostrom, die Kompensation von Emissionen durch zertifizierte Klimaschutzprojekte und ein „Klima-Bonus“ für Mitarbeiter, die auf umweltfreundliche Weise zur Arbeit kommen, stehen auf der Liste ganz oben. Auch Kosten und Arbeitsaufwand wurden in der Bewertung berücksichtigt.

Nachdem die Ergebnisse präsentiert waren, stand eines fest: Bei diesem Projekt gibt es auf jeder Seite Gewinner. „Jetzt können wir auf den Ergebnissen aufbauen und CO2 reduzieren“, erklärte Marcell Görke, Geschäftsführer von C.D. Schmidt Aqua-Technik. Leonie Debbeler und Konstantin Pollrich hatten die Klimabilanz für sein Unternehmen erstellt. „Irgendwie muss man den ersten Schritt machen. Das hier war eine gute Gelegenheit“, fand Pollrich. „Wir müssen jetzt natürlich auf nächstes Jahr warten“, fügte Debbeler hinzu. „Dann können wir sehen, was es gebracht hat.“

Jana Wollenberg Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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