Wildeshausen Ehemaligen Abiturienten des Gymnasiums Wildeshausen Fragen um das Danach nach der Reifeprüfung stellen: Das konnten und wollten am Freitagabend rund 120 künftige Schulabgänger der Klassenstufen neun bis zwölf.

Im Rahmen des zweiten „Abi-Retour-Events“ berichteten 18 ehemalige Schülerinnen und Schüler, die in zwischen in Studium oder Beruf stehen, über ihre Erfahrungen. Studium, duales Studium, FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr), Work and Travel (Arbeiten und Reisen), Au Pair waren hier nur einige Stichworte.

„Im vergangenen Jahr haben wir die Aktion am Freitagvormittag während der Unterrichtszeit angeboten. Besser sind diese Abendveranstaltungen, weil dann auch wirklich interessierte Schüler auf freiwilliger Basis mit konkreten Fragen teilnehmen“, sagte Johann Strudthoff vom Gymnasium Wildeshausen, Bereich berufliche Orientierung.

In diesem Zusammenhang bedankte sich Strudthoff bei Jan-Henrik Wulf, Abiturient aus dem Abschlussjahrgang 2015. „Er schaffte das Kunststück, 18 Referenten zu mobilisieren“, erklärte Strudthoff. „Das wäre uns Lehrkräften nicht mal eben so möglich gewesen. Die Vernetzung unter den ehemaligen Schülern besteht noch.“ Dank der heutigen Medien-Möglichkeiten kam ein Programm, aufgeteilt in jeweils drei Blöcke á 30 Minuten, heraus. Zum Teil legten die Referenten weite Anreisen von ihren Ausbildungsorten zurück. Auch deswegen kam der Termin an einem Freitagabend heraus, verbunden mit einem Besuch im Elternhaus.

Jan-Hendrik Wulf hatte nicht nur die Organisation der Referentenliste übernommen, sondern berichtete auch selber von dem dualen Studium „International Business binational“. Er beschrieb seine Initiativbewerbung bei der Sixt Autovermietung München. Nach einem Telefon-Interview erhielt er die Einladung nach München für weitere Tests. Heute studiert Wulf an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mannheim und der Kozminski University Warschau im Wechsel mit praktischen Phasen im Unternehmen.

Nur eines von vielen Themen war der Duale Studiengang. Steffen Kück konnte seine bisherigen Erfahrungen dagegen aus der Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Firma Grashorn in Wildeshausen vorstellen. Aus den Studiengängen Architektur Jura, Biologie sowie Psychologie, aber auch vom Au Pair-Aufenthalt in Australien kamen von den Ehemaligen viele Anregungen. Vom Praktikum als Set Runner, dem Volontariat und der Regieassistenz beim Neo Magazin Royale (Bildungsfabrik Köln) berichtete beispielsweise Lerke Müller. Reichlich Nachfragen gab aus den Reihen der angehenden Abiturienten. Strudt-hoff: „Niemand kann die Erfahrungen und Möglichkeiten besser vorstellen als die ehemaligen Schüler selber.“

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