Wardenburg /Achternmeer Er arbeitet gerne mit Menschen, kann gut mit Kindern und liebt Tiere und die Natur – für Noah Rönisch also die besten Voraussetzungen für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) an der Grundschule Achternmeer. Am Montag hatte der 19-Jährige seinen ersten Arbeitstag, der erst einmal mit einem „Antrittsbesuch“ bei Bürgermeisterin Martina Noske im Rathaus begann. Begleitet wurde er dabei von Grundschullehrerin Maren Herrmann.

„Die Schüler freuen sich schon auf ihn, weil er der einzige Mann im Kollegium sein wird“, berichtet Herrmann. Und wer hat schon einen Lehrer, der zugleich ein ausgebildeter Falkner ist, einen Kauz besitzt und bis vor kurzem auch einen Wüstenbussard als Haustier hielt? Bei verschiedenen Gelegenheiten hat Noah Rönisch seine Greifvögel bereits gezeigt. Die Achternmeerer Grundschüler werden sicherlich auch in diesen Genuss kommen.

„Ich war schon als Kind immer gerne draußen“, sagt Noah Rönisch, dessen Familie in Wüsting in der Gemeinde Hude lebt. Nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium an den BBS Haarentor sucht er nun ein Jahr der Orientierung. „Grundschullehrer ist anschließend eine Option“, verrät der neue FÖJler, der extra nach Südmoslesfehn gezogen ist, um nicht jeden Tag mit dem Auto von Wüsting nach Achternmeer fahren zu müssen.

Da die Grundschule Achternmeer im September 2017 zum neunten Mal in Folge als Umweltschule in Europa ausgezeichnet wurde, bietet sie die geeignete Wirkungsstätte, um ökologische Ideen und Ziele umzusetzen. Noah Rönisch ist bereits der vierte FÖJler, der in Achternmeer die Lehrkräfte unterstützt.

„Wir widmen uns jedes Jahr einem anderen Thema“, erklärt Maren Herrmann. Mal habe der Eisbär und sein schwindender Lebensraum im Mittelpunkt gestanden, mal waren es die Bienen oder das Energiesparen. In diesem Schuljahr sei das Thema „Plastik“ an der Reihe, zu dem Schulleiterin Luise Ahlrichs noch ein selbst entwickeltes Umweltmusical einstudieren will. Da trifft es sich gut, dass Noah Rönisch auch noch Trompete spielt. „Bei uns zu Hause spielt jeder ein Instrument; wir haben sogar eine Familienband“, erzählt der 19-Jährige, der drei jüngere Geschwister hat.

Und noch ein anderes Thema liegt dem naturverbundenen jungen Mann am Herzen: das Insektensterben. „Ich habe selbst viele Insekten gehabt wie Gespenstschrecken oder Gottesanbeterinnen.“ So nehme er Kindern gerne die Angst vor Insekten und wolle in der Schule möglichst ein Insektenterrarium aufstellen. Dass die Schule eigene Bienenvölker hat, ist da ein weiteres Plus für den Insektenfan.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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