Wildeshausen Auch in diesem Jahr haben  Schülerinnen und Schüler bei der NWZ -Schülerwahl wieder eine Stimme.

Angelehnt ist sie mit realen Kandidatinnen, Kandidaten und Parteien an die Bundestagswahl, die am 22. September stattfindet. An der Schülerwahl teilnehmen dürfen Jugendliche bis 17 Jahre. Für viele von ihnen ist es eine gelungene Vorbereitung auf echte Wahlgänge, die für einige von ihnen bereits im kommenden, für andere erst in den nächsten Jahren anstehen werden.

Die ersten Stimmzettel landeten am Mittwochmorgen im Wildeshauser Gymnasium in der Wahlurne. Unter strenger Aufsicht der Dozenten Birgit Bruhns und Sebastian Schell gaben 32 Schülerinnen und Schüler der elften Jahrgänge ihre Stimme ab, die neunten und zehnten Jahrgänge werden noch folgen.

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Abgestimmt wurde angelehnt ans reale Vorbild in verdeckten Wahlkabinen. Die Stimmzettel mussten sich die Schüler zuvor bei zwei Wahlhelfern abholen, die darauf achteten, dass niemand doppelt abstimmte. Die Lehrerinnen und Lehrer sorgten indes dafür, dass niemand unvorbereitet ein Kreuz setzen musste.

„Wir bereiten die Schüler jahrgangsspezifisch auf die Schülerwahl vor. Im neunten Schuljahr liegt der Unterrichtsschwerpunkt bei den Wahlsystemen und der Verfassung“, erklärt Birgit Bruhns. „Im zehnten Schuljahr geht es darum, den Schülern zu zeigen, warum Wählen so wichtig ist und welche Funktionen Wahlen haben. Bei den elften Jahrgängen setzen wir thematische Schwerpunkte, beispielsweise Hartz IV.“ Außerdem wurden die Schüler über Wahlabläufe, Parteien und deren Kandidaten aufgeklärt.

Die Vorbereitung hat ihnen dabei offensichtlich geholfen. Die Schüler gingen merklich fokussiert an die Wahl heran – mit einem klaren Gedanken, wo sie ihr Kreuz setzen möchten. Nach nicht einmal zehn Minuten landeten alle Stimmzettel in der Urne. „Ich hatte zwar schon vorher eine politische Grundeinstellung, diese hat sich durch die Podiumsdiskussion mit den Bundestagskandidaten noch einmal gefestigt“, sagte Anna Löwe (15). Nicht nur sie findet die Schülerwahl sinnvoll.

„Es ist gut, mal einen Stimmzettel gesehen zu haben, ich wusste vorher nicht, wie dieser aussieht. Außerdem geht es bei der Schülerwahl um nichts, außer, dass wir politisch einiges dazulernen können. Für mich ist sie eine optimale Vorbereitung auf die richtige Wahl“, sagt Tom Hagedorn (16).


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Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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