Wardenburg Die Volkshochschule (VHS) Wardenburg+Hatten möchte zusätzliche Räumlichkeiten für Flüchtlinge in dem Gebäude des ehemaligen Bioladens an der Friedrichstraße anmieten. Ihr Antrag auf Erhöhung des Mietkostenzuschusses der VHS wurde deshalb im letzten Finanzausschuss diskutiert.

Laut VHS wächst die Nachfrage an Deutsch- und Erstorientierungsangeboten für Flüchtlinge in der Gemeinde. Die Räumlichkeiten im VHS-Haus Am Glockenturm seien ausgelastet. Deshalb seien weitere Räumlichkeiten vonnöten. Zudem sei eine Kinderbetreuung während der Kurse sinnvoll, wofür gesonderte Räumlichkeiten benötigt werden.

Räume bereits gemietet

Laut Beschlussvorlage der Gemeindeverwaltung geht die Flüchtlingszahl und somit die Nachfrage an Kursen aber zurück. Zudem gebe es Ausweichräume im Seniorentreff oder das Sitzungszimmer im Rathaus. Eine Kinderbetreuung könne wegen zu wenig Ehrenamtlichen, die regelmäßig diese Aufgabe übernehmen müssten, nicht angeboten werden.

„Der Bedarf ist trotz sinkender Asylbewerberzahlen vorhanden“, meinte Heike Hohnholt-Dannemann (FWG). Gerade Frauen und Kinder müssten nach wie vor integriert werden.

Bürgermeisterin Martina Noske stellte jedoch klar, dass nach einer Überprüfung die VHS ohne finanziellen Zuschuss der Gemeinde die Räumlichkeiten vorhalten könne. „Die Volkshochschule hat die Räume bereits angemietet.“ Eine vorherige Absprache mit der Gemeinde habe nicht stattgefunden.

Bezüglich eines Mietzuschusses könne man sich nicht unter Druck setzen lassen, sagte Jörg Brandes (CDU). „Wir müssen verlässliche Zahlen haben. Wir geben nicht einfach einen Freifahrtsschein“, so Peter Kose (SPD).

Am Ende lehnte der Finanzausschuss den Antrag der VHS auf Mietkostenzuschuss ab.

Nach Nepal spenden

Für weiteren Diskussionsstoff sorgte eine mit 2000 Euro veranschlagte Spende für Erdbebenopfer in Nepal, die vom Eine-Welt-Laden erbeten wurde. „Dafür ist die Gemeinde nicht zuständig“, sagte Josef Wunram (CDU). „Das ist eine Entmündigung des Steuerzahlers.“ Er hätte eine Sammelaktion besser gefunden, dessen Summe die Gemeinde dann hätte aufrunden können.

Auch Heike Hohnholt-Dannemann (FWG) sprach sich gegen eine Spende aus: „Die Gemeinde hat sich um Angelegenheiten in der Gemeinde zu kümmern, als den Rest der Welt zu retten.“ Werner Wulf (SPD) warf dagegen ein, dass die Erdbebenopfer in Nepal Hilfe dringend nötig hätten. Schließlich wurden die Spenden mehrheitlich genehmigt.

Tanja Henschel Barßel / Redaktion Münsterland
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